Grippe? Nein Danke!

Es sind wieder Taschentücher gefragt. Foto: istockphoto.com / nh
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Es sind wieder Taschentücher gefragt. Foto: istockphoto.com / nh

Schwalm-Eder. Ab Oktober herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr: So schützen Sie sich.

Schwalm-Eder. Der Oktober steht in den Startlöchern. Längst ist der Sommer zu Ende. Und mit dem Herbst halten auch die Grippewellen wieder Einzug in den Alltag.Für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gilt die Impfung als wichtigste Schutzmaßnahme. Der beste Zeitraum für die Grippeschutzimpfung sei von Oktober bis November, heißt es in einer Pressemitteilung des BZgA. Für jede Saison setzen sich die Impfstoffe aus den Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden Virustypen zusammen. "Der Impfstoff für die Saison 2014/2015 ist unverändert gegenüber der Vorsaison", sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen. Und dennoch: Eine erneute Impfung sei trotztdem empfehlenswert, da die Schutzwirkung nur ein Jahr anhalte. Der volle Impfschutz baue sich etwa zehn bis 14 Tage nach Verabreichung des Stoffes auf.

Und so beugen die Schwälmer vor

Der Schwälmer Bote war unterwegs und hat bei den Schwälmern nachgehakt, wie sie sich vor Grippeerkrankungen schützen. Dabei wurde schnell klar: Unterschiedlicher könnten die Meinungen über Grippeschutz kaum sein. Denn einige vertrauen einzig und allein auf eine jährliche Schutzimpfung. Andere überlassen es gar dem Zufall, ob sie erkranken oder nicht. Sie sagen: "Wenn man es kriegen soll, kriegt man es sowieso." Wieder andere wissen um längst vergessene Hasumittel und Geheimtipps, die einen gesunden Herbst versprechen. Elisabeth R. aus Treysa beispielsweise isst viel Obst und Vitamine. Das sei eine gute Art, der Grippe vorzubeugen.

Sollte sie dennoch einmal erkranken, bringe sie sich mit Wärmflaschen und zwei bis drei Decken zum Schwitzen. Innerhalb einer Dreiviertelstunde treibe sie somit die Keime aus ihrem Körper. Aus ihrer Kindheit kennt die 76-Jährige aber auch noch Gegenmaßnahmen, die heute längst nicht mehr verbreitet sind. Bei starken Halsschmerzen etwa stecke sie heiße Pellkartoffeln in einen alten Schwälmer Strumpf und lege diesen schließlich um den Hals. "Bei Fieber hilft Tee aus selbst gesammelten Lindenblüten", weiß die erfahrene Hausfrau. Wen der Husten quält, der könne mit einem Sirup aus gekochten Zwiebeln und Honig Abhilfe schaffen. Generell gelte jedoch: "Egal was man macht, man muss immer auch daran glauben!"

Haben Sie hilfreiche Tipps?

Viele andere schwören indes auf Sport, Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene, frische Mahlzeiten. Ist wieder mal eine Grippewelle im Anflug, so vertraut der ein oder andere auf Minztropfen oder Kamille zum Inhalieren.Kennen auch Sie hilfreiche Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Grippeerkrankungen? Oder haben Sie noch altertümliche Hausmittel aus Zeiten Ihrer Eltern oder Großeltern in Erinnerung, die im Falle einer Erkrankung verabreicht wurden und auch heute noch Wunder wirken?

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Sophie Quanz aus Treysa beugt dem Risiko einer Erkrankung täglich vor. Die 20-Jährige schützt sich, indem sie abends Erdbeer- oder Apfeltee trinkt und regelmäßig Obst isst. Auf die Schutzimpfung möchte sie dennoch nicht verzichten. Mit der Kombination aus Spritze und Vitaminen hat sie bislang gute Erfahrungen gemacht.

Siegfried Gromotka hält von all dem herzlich wenig. Der Rentner ist fest der Annahme: "So wie eine Grippe kommt, so geht sie auch wieder." Er warte also einfach ab, was passiert. Ohnehin wisse der 69-jährige Ziegenhainer nicht mal mehr, wieviele Jahre es schon her ist, als er zum letzten Mal an Grippe erkrankte. Vielleicht haben ihn die vielen Stunden an der frischen Luft resistent gemacht. "Als Straßenbauer war ich immer draußen und dafür nie krank", sagt er.

Lena Wilhelm aus Mengsberg schwört auf die Grippeschutzimpfung. Denn seither ist sie nicht mehr anfällig für Erkrankungen. Und trotzdem: Zu ihrer persönlichen Prophylaxe gehören vor allem auch hygienische Maßnahmen. So wäscht sich die 20-Jährige regelmäßig und gründlich die Hände. "Und wenn ich niesen muss, dann halte ich mir immer die Armbeuge vor das Gesicht", sagt sie. Außerdem vermeidet Lena engen Kontakt zu erkrankten Menschen.

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