Groß-Demo für G9 in Melsungen

Melsungen. Lauter Protest schallte am Samstag morgen durch die Melsunger Innenstadt: Mehr als 200 demonstrierende Eltern und Schler forderten, d

Melsungen. Lauter Protest schallte am Samstag morgen durch die Melsunger Innenstadt: Mehr als 200 demonstrierende Eltern und Schler forderten, dass an der Melsunger Gesamtschule G9 wieder eingefhrt wird. Mitten im Demonstrationszug waren die Schulsprecherin der Gesamtschule Melsungen, Johanna Hofmann, der Melsunger Brgermeister Dieter Runzheimer, die Jugendarbeiter der Evangelischen Kirche, Tobias Schopf und Hans-Gnther Spth, der Landtagsabgeordnete Gnther Rudolph, der Vizelandrat Winfried Becker, der ehemalige Brgermeister Karl-Heinz Dietzel und noch weitere prominente Personen.

Sie alle forderten mit Transparenten und Sprechgesngen die Abschaffung von G8 und den Wechsel zu G9 an der Melsunger Gesamtschule. Nach Angaben der Initiatoren, ntersttzen mehr als 700 Menschen diese Forderung mit ihrer Unterschrift.

Angst vor Schnellschuss

Entsetzt shen die Eltern und Schler derzeit, so Tom Werner und Manfred Apel, die Sprecher der Elterninitiative Pro G9, dass die Schulleitung der Gesamtschule unmittelbar nach der Absage fr ihr kombiniertes G8-und- G9-Modell nun einen Schnellschu wolle. Es htten von Seiten der Schule bis heute keine reprsentativen Elternbefragungen stattgefunden, kritisieren sie. Die Eltern der Grundschulkinder, die genauso betroffen seien und bereits in diesem Jahr von der Neuregelung fr G9 profitieren knnten, wurden ebenso wenig gefragt, wie die Eltern und Schler der Gesamtschule selbst. Noch whrend der Herbstferien habe der Schulleiter, Volker Wiegand, in einem Gesprch mit den Mitgliedern der Elterninititaive angekndigt, dass er in die Diskussion gehen wolle, falls sein Antrag vom Kultusministerium abgelehnt wrde, so Werner und Apel.

Termine kurzfristig angesetzt

Jetzt seien die Termine fr die entscheidenden Gremien kurzfristig angesetzt worden, ohne alle betroffenen Eltern und Schler zu befragen. Es gab keine ffentliche Veranstaltung in der Schule, in der die Schulleitung ber die vernderte Situation informierte und sich der Diskussion stellte.Die Initiatoren von Pro G9 verweisen auf Spangenberg und Felsberg. In Spangenberg wurden alle Eltern und Schler nach ihrem Willen befragt, bevor man die Entscheidung fr G9 traf. In Felsberg ist eine solche Befragung angekndigt worden.

Wir fordern die Leitung der Gesamtschule auf, die Schulkonferenz auf einen Termin nach einer Befragung aller Betroffenen zu verschieben, zitierten Werner und Apel, am Samstag vor den 200 Demonstranten aus einem Brief an die Schulleitung der GSM und ernteten dafr tosenden Beifall. Jede andere Vorgehensweise, so betonten sie, wre beispielhaft undemokratisch. (atb)

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