Großer Auftritt für die Wurst: Museum in Malsfeld geplant

Brauerei Malsfeld
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Brauerei Malsfeld

Schon lange schwebte die Idee im Raume Nordhessen, ein Ahle-Wurscht-Museum aus der Taufe zu heben. Doch erst jetzt wird die Sache akut.

Kassel. Schon lange schwebte die Idee im Raume Nordhessen, ein Ahle-Wurscht-Museum aus der Taufe zu heben. Doch erst jetzt wird die Sache akut. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Und auch ein Standort wurde ins Auge gefasst.

Sie ist die Botschafterin Nordhessens, unermüdlich wird um die Bedeutung der Ahlen Wurscht gekämpft. Mit Erfolg. Der Name ist geschützt. Die Qualitätskriterien sind festgelegt und werden vom Förderverein Ahle Wurscht überprüft.

Es ist also nur mehr als logisch, dass Gerhard Schneider-Rose, Leiter des Slow-Food-Conviviums Nordhessen und Geschäftsführer des Fördervereins Nordhessische Ahle Wurscht die Idee eines Ahle-Wurscht-Museums aufgegriffen und erste Gespräche organisiert hat."Wir wollen es alle”, bekräftigte Marion Karmann, Leader-Managerin Mittleres Fuldatal. "Jetzt gilt es, einen Träger zu finden, die Finanzierung zu sichern, einen Standort festzulegen.”

Ein Standort könnte schon gefunden sein. In Malsfeld wurde lange das hessische Löwenbier gebraut. Damit ist Schluss. Gebraut wird jetzt in der Hütt-Brauerei. Alles? Nein, eine kleine Hausbrauerei ist im Brauerei Museum Malsfeld erhalten geblieben. "Dort kann man in kleinen Gruppen Bier für eigene Feiern brauen. Und das wird richtig gut angenommen”, freut sich Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel mit einem lachenden Auge über diese Aktivität. Sein weinendes Auge könnte er komplett trocknen, wenn jetzt auch das Ahle-Wurscht-Museum an diesem Standort kommt. "Essen und Trinken passt in Nordhessen ja so richtig zusammen”, wirbt Vaupel. "Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass in den ehemaligen Räumen der Flaschenabfüllung gute Räumlichkeiten geschaffen werden könnten. Aber natürlich gilt es, noch viele Fragen zu beantworten.”

Unter anderem die nach der Finanzierung. Hier könnte Marion Karmann eine wichtige Rolle spielen: "Meine Aufgabe ist es, Bürgerprojekte und regionale Produkte zu unterstützen. Dafür gibt es EU- und Landesmittel. Der Standort Malsfeld würde duch so ein Museum jedenfalls aufgewertet und liegt relativ zentral.”

Überprüfen will die Museumsidee auch die GrimmHeimat Nordhessen. "Die Ahle Wurscht ist ein ganz wichtiges Produkt für unsere Region. Sie wird nicht umsonst die Botschafterin Nordhessens genannt”, wirbt Projektleiter Markus Exner für die Idee. "Es wäre schön, wenn man sie erlebbar machen könnte.”

Also ran an die Arbeit. Wird der Landkreis die Trägerschaft übernehmen? Kann die GrimmHeimat dieses Museum optimal in die Tourismusaktivitäten einbinden? Werden die Fleischerinnungen diese Maßnahme unterstützen? Fragen und Probleme auf dem Weg gibt es genug. Aber es lohnt sich, sie zu beantworten und zu lösen.

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