Grüne sagen: Dioxin-Meldungen nur vorläufig

Schwalm-Eder. Bündnis 90 / Die Grünen im Hessischen Landtag reagierten am Freitag auf die Meldung, dass auch im Schwalm-Eder-Kreis möglicherweise

Schwalm-Eder. Bündnis 90 / Die Grünen im Hessischen Landtag reagierten am Freitag auf die Meldung, dass auch im Schwalm-Eder-Kreis möglicherweise dioxinhaltige Futterfette verarbeitet worden sind.Nach Meinung der Landtagsfraktion der Umweltpartei zeigt der Vorgang, dass die Meldungen zum Dioxin-Skandal nur vorläufig sein können und die Kontrolldichte eben nicht ausreicht. "Wir brauchen schärfere Regeln und Kontrollen im Bereich der Futtermittelindustrie", ist der agrarpolitische Sprecher der hessischen Grünen, Daniel May, überzeugt. Grundsätzlich offenbare der Dioxin-Skandal aber ein viel tiefer liegendes Problem: "Die Ausweitung des Skandals ist ein Symptom der Industrialisierung der Tierhaltung. Der Skandal steht in einer Reihe mit anderen Futtermittelskandalen bis hin zur Übertragung von BSE durch Tiermehl. Wir brauchen endlich eine Kehrtwende in der Landwirtschaftspolitik hin zu einer Landwirtschaft, die Umwelt und Tiere schont."Nun sehen sich die Bündnisgrünen in ihrem Engagement bestätigt, dass der Ökolandbau stärker ausgebaut werden soll, die Eigenkontrollen der Futtermittelwirtschaft verdichtet werden sowie Verbraucherinformation leichter und transparenter verfügbar sein muss. May weiter: "Der Verbraucherschutz muss Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen Einzelner haben."

Verdacht nicht bestätigt!

"Die Sperre, die vorige Woche gegen acht Betriebe, mit insgesamt neun Schweinemastställen, im Schwalm-Eder-Kreis verhängt wurde, ist bereits am Samstagnachmittag um 16.30 Uhr wieder aufgehoben worden", erklärte Dr. Hans-Gerhard Heil am Montag auf Nachfrage unserer Anzeigenzeitung. Als Leiter des Kreisveterinäramtes könne er bestätigen, dass die ersten Analyseergebnisse aus "niedersächsischen Chargen" die vermuteten Grenzwertüberschreitungen nicht belegen konnten. "Somit haben wir die betreffenden Betriebe wieder frei gegeben."Im Schwalm-Eder-Kreis existieren nach Angaben Dr. Heils um die 2.000 Schweinemastställe – von der bäuerlichen Kleinzucht bis hin zum Großbetrieb.

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