Haddamarer haben fertig -

Von Dr. SVEN HILBERTFritzlar. Wochenende für Wochenende wurde hart geschuftet. Fast die ganze Dorfgemeinschaft schwang Hammer, Pinsel oder Schraubenz

Von Dr. SVEN HILBERT

Fritzlar.Wochenende für Wochenende wurde hart geschuftet. Fast die ganze Dorfgemeinschaft schwang Hammer, Pinsel oder Schraubenzieher und werkelte rund 3.100 Stunden für die Sanierung und Erweiterung des Gemeinschaftshauses mit Feuerwehranbau.

Neues Schmuckstück

Etwa 15 Monate sind seit dem ersten Spatenstich vergangen. Jetzt wurde das neue Schmuckstück in einer Feierstunde mit zahlreichen Ehrengästen offziell eingeweiht. "Diese erheblichen Eigenleistungen dokumentieren zweierlei: Zunächst, dass man sich mit diesem Bauwerk in Haddamar identifiziert und dass dieser Anbau für die Entwicklung der Dorfgemeinschaft und den Fortbestand des örtlichen Brandschutzes als unbedingt notwendig gewertet wird", erklärte Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange in seiner Ansprache. Die Wirtschaftskrise erwies sich dabei als wahrer Glücksfall, denn so ist Haddamar als einziger Fritzlarer Stadtteil in das Konjunkturprogramm gerutscht. "In den Haushalten 2009/2010 ist diese Baumaßnahme mit insgesamt rund 260.000 Euro veranschlagt, wovon 208.000 Euro auf das angesprochene Konjunkturprogramm entfallen", so Lange. Ortsvorsteher Klaus Wissemann ließ noch einmal den langen Weg bis zum neuen Dorfzentrum Revue passieren. Außer dem Rohbau, der von regionalen Firmen unter Dach und Fach gebracht wurde, entstand vor allem ein Großteil des Innenlebens in Eigenregie. "Durch die Eigenleistung war es uns auch möglich, den alten Trakt zu sanieren. Wir haben jetzt einen wunderbaren hellen Raum geschaffen", verkündete er. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn der Haddamarer Mittelpunkt hat jetzt ein völlig neues Gesicht bekommen. Nicht nur der Saal ist fast doppelt so groß wie vorher, auch ein barrierefreier Eingang und ein behindertengerechter Sanitärbereich erleichtern den Besuch von Rollstuhlfahrern.Im Untergeschoss bekam das Feuerwehrfahrzeug ein neues Zuhause. Außerdem blieb dort noch genug Platz für Umkleiden, Toiletten und einen Büroraum. "Das verdient meinen allergrößten Respekt", sagte Sparkassendirektor Hartmut Landau, der natürlich auch eine Spende für die Brandschützer im Gepäck hatte. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Big Band Haddamar, der Posaunenchor sowie der Projektchor des Landfrauenvereins.

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