Handwerk im Schwalm-Eder-Kreis blickt trotz Corona-Krise nach vorn und bietet über 40 Ausbildungsstellen an

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Heike Jäckel hilft Betrieben und Bewerbern bei der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle oder Praktikumsplatz.

Das Handwerk im Schwalm-Eder-Kreis, schaut trotz Corona-Krise, zuversichtlich nach vorn. Nach Abfrage der Kreishandwerkerschaft bei ihren fast 1.000 Innungsfachbetrieben melden die Handwerksbetriebe trotz Corona 42 freie Ausbildungsplätze. Zudem werden 33 Praktikumsplätze angeboten.

Schwalm-Eder. Alle drei Monate fragt die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder die offenen Praktikums- und Ausbildungsstellen bei den Innungsfachbetrieben ab. Für die Ausbildung ab dem 1. August 2020 wird in folgenden Handwerksberufen gesucht: Elektroniker, Metallbauer, Dachdecker, Zimmerer, Maler und Lackierer, Maurer, Straßenbauer, Kraftfahrzeugmechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Tischler, Steinmetz und Bildhauer sowie in den Nahrungsmittelhandwerken Fleischer, Bäcker und im Beruf der Fachverkäuferin.

„Ein starkes Zeichen der Handwerksbetriebe. Trotz Corona-Krise und starken konjunkturellen Schwankungen blicken viele Betriebe nach vorn“, sagte Wolfgang Scholz, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder, mit Blick auf die Abfrage bei den Innungsfachbetrieben.

„Die vielen Angebote zeigen, dass im Handwerk noch die positiven Zukunftserwartungen überwiegen, auch wenn insgesamt viel Unsicherheit in den Betrieben spürbar ist, meinte er. Unter den momentanen Umständen sei vielen Betriebsinhabern die Festlegung, im Sommer auszubilden, sicher nicht leichtgefallen. Für junge Menschen, die eine Praktikumsstelle oder einen Ausbildungsplatz suchen, sei das eine gute Chance frühzeitig die Weichen zu stellen und sich zu bewerben“, sagte Scholz

„Passgenaue Besetzung, der Name ist Programm, wir wollen das Bewerber und Betriebe möglichst gut zueinander passen“, erklärte Heike Jäckel, die für die Kreishandwerkerschaft das Projekt „Passgenaue Besetzung“ betreut.

Seit 2017 unterstützt die Dachorganisation des örtlichen Handwerks die Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Mit 159 zusätzlichen Vermittlungen in den letzten beiden Jahren hat die Kreishandwerkerschaft den Bundesdurchschnitt deutlich getoppt. „Unser Ziel ist, die Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. Daher reicht unser Service von Informationen zum Thema Ausbildung, über die Bewerbersuche bis hin zur Unterstützung bei Formalitäten wie z.B. der Klärung von Fördermöglichkeiten oder dem Abschluss des Berufsausbildungsvertrages“, erklärte Jäckel.

Das Förderprogramm „Passgenaue Besetzung“ – gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie aus dem Europäischen Sozialfonds – dient dazu, dem Fachkräftemangel in kleinen und mittleren Unternehmen entgegen zu wirken. Eine Initiative die aus Sicht von Wolfgang Scholz Wirkung zeigt.

Neben Bildungsmessen und Informationsveranstaltungen wurde 2018 eine WhatsApp-Aktion ins Leben gerufen, mit der Ausbildungsplatzsuchende in einen Bewerberpool aufgenommen werden können und mit aktuellen Stellenausschreibungen versorgt werden.

„Wir versuchen, die Kontaktaufnahme einfach und schnell zu ermöglichen“, erklärte Heike Jäckel. Sie möchte den jungen Menschen Mut machen und die Chancen im Handwerk näherbringen, ohne die Schulabgänger zu überreden. Mitmachen kann jeder der einen Praktikumsplatz oder eine Lehrstelle sucht. Die Anmeldung für die Aktion kann auf der Webseite der Kreishandwerkerschaft heruntergeladen werden.

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