Harleys im Schnee

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Leimsfeld. Motorradfahrer eröffnen ihre Saison

Leimsfeld. Am Samstagnachmittag standen mitten in Leimsfeld drei schwarze Harleys im Schnee, denn wie im vergangenen Jahr fiel es erneut "weiß" vom Himmel. Zum Glück waren es diesmal nur die Blüten vom Apfelbaum und nicht der Schneeregen, schließlich zeigte das Thermometer "plus 17 Grad".

Etwa 180 Motorradfans waren der Einladung der Leimsfelder Ghostdrivers gefolgt, um gemeinsam in die Zweiradsaison zu starten. Aus allen Himmelsrichtungen reisten die Biker an, unter ihnen auch Gudrun Eckhardt aus dem Altkreis Fritzlar-Homberg. Ihren 49. Geburtstag feierte die begeisterte Motorradfahrerin im Kreise vieler Gleichgesinnter, die sich allesamt auf die warme Jahreszeit freuten.

Christian Ochs ist seit einem Autounfall auf den Rollstuhl angewiesen, seither genießt er den Fahrspaß auf den drei Rädern seines Trikes und der Rolli wird einfach an der Seite befestigt.

Egal ob betagtes Schätzchen aus den 50ern, abgenutztes Alltagsmotorrad aus den 90ern oder ein Naked Bike von heute, jeder ist willkommen und jedes Zwei-, Drei- und sogar Vierrad wird von den Anwesenden in Augenschein genommen.

264 Jahre altes Team

Eine Vierergruppe fiel besonders ins Auge, denn sie waren zusammen sage und schreibe 264 Jahre alt. Der 66-jährige Franz Singer, "Biker-Opa" Adolf Konrad, der sogar noch acht Jahre älter ist und ihre beiden Maschinen, eine 175er Rabenick und eine Victoria, die das Werk im Jahr 1952 verließen.

Während sich die meisten noch eifrig über Drehzahl, Pferdestärken oder schöne Touren unterhielten, drängte Korso-Leiter Matthias Probst zum Aufbruch. Mit lautem Dröhnen starteten die Motoren und der Konvoi formierte sich.Wie ein Lindwurm schlängelte sich der Tross durch das Dorf und bog in Richtung Knüll ab. Mika Klippert und Lara Linne standen am Straßenrand und versuchten die Maschinen zu zählen. Mit den beiden Zählern vom Gehsteig gegenüber kamen sie auf vier unterschiedliche Ergebnisse – im Mittel waren es etwas über 150 Teilnehmer.

Nach der Tour durch die nähere Umgebung versammelten sich viele zum Anfahr-Gottesdienst in der Kirche. Wie jedes Jahr hatte Biker-Pfarrer Wolfgang Maltzahn für seine Ansprache ein Utensil aus der Motorradwelt mitgebracht. "Leder gut, alles gut", lautete das diesjährige Thema, mit dem er eindringlich zur Vorsicht und vor allem zur richtigen Schutzkleidung mahnte.

Bevor sie wieder in alle Himmelsrichtungen starteten, trafen sich die Easy Rider noch zum lockeren Plausch und stärkten sich mit einer deftigen Bratwurst vom Grill.

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