Harte Landung: Hollywood-Prinz Maximilian ist zurück

Guxhagen. Der Hollywood- Prinz Maximilian von Anhalt, alias Markus Wölfert, ist zurück in seiner Heimat. Am Samstagmorgen landete er aus Los Angeles

Guxhagen. Der Hollywood- Prinz Maximilian von Anhalt, alias Markus Wölfert, ist zurück in seiner Heimat. Am Samstagmorgen landete er aus Los Angeles kommend in Frankfurt, um sich von dort direkt auf den Weg nach Guxhagen zu machen.

"Es ist schön wieder zu Hause zu sein", betont der Neu-Adlige nach seiner Ankunft. Den Empfang hatte sich der frisch gebackene Prinz jedoch ganz anders vorgestellt. "Ich habe leider schon einige Droh-Emails bekommen", berichtet er. Der Tenor sei, er solle sich bloß nicht mehr blicken lassen, dazu persönliche Beleidigungen. "In einem Fall werde ich wohl Anzeige erstatten", so der empörte Adoptivsohn von Frédéric Prinz von Anhalt und Zsa Zsa Gabor.

Harte Landung

Eine harte Landung, in der Heimat, aber auch wohl in der Realität. "In Amerika ist das anders, die Menschen dort sind aufgeschlossen und freundlich", beklagt der 27-Jährige, der sich nun auf ein sehr bürgerliches Leben umstellen muss: Statt in der Traumvilla seiner Adoptiveltern mit 27 Zimmern, Pool und Blick über Los Angeles, wohnt er wieder in seiner 60 Quadratmeter großen Einliegerwohnung bei seinen Eltern. Vom Rolls Royce musste er umsteigen auf seinen Smart.

Trost und Unterstützung findet Prinz Maximilian, dessen Adoption erst diese Woche bekannt geworden war, jetzt bei seiner Freundin Diana Aurich. Die 22-jährige Blondine begleitet ihn in der Heimat auf Schritt und Tritt, ist seine engste Vertraute. Sie könne sich auch vorstellen mit ihrem Prinzen nach Los Angeles zu ziehen, verrät sie. Die neuen Eltern ihres Freundes habe sie aber noch nicht kennen gelernt. "Ich halte mich da bisher noch raus", erklärt die Studentin mit einem Lächeln.

Erstmal auf's Oktoberfest

Wie es jetzt weiter geht weiß Prinz Maximilian noch nicht. Einige Presseanfragen lägen noch auf seinem Tisch, sagt er, ein Besuch beim Oktoberfest in München sei fest eingeplant. "Ich lasse die Dinge aber jetzt erst einmal auf mich zukommen", betont er. Ansonsten werde er ab Montag, wie früher auch, jeden Werktag nach Frankfurt pendeln, wo er sein Rechts-Referendariat bei einer Wirtschaftskanzlei absolviert. Abends gehe er, wenn möglich, noch ins Fitness-Studio und dann ins Bett.

Kein neuer Glanz für Guxhagen also? Vielleicht doch! Nicht ausgeschlossen sei, dass sein Adoptivvater Prinz Frédéric nach Guxhagen komme und ihn besuche, so der Prinz. Wann könne er aber noch nicht sagen. "Momentan muss er sich noch um meine pflegebedürftige Mutter kümmern", erklärt er. Doch in den Gesprächen mit ihm habe er gespürt, wie groß die Sehnsucht nach Deutschland bei ihm sei.

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