Harter Rock fürs Herz

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Gilserberg. Benefizkonzert bei der Gilserberger Feuerwehr

Gilserberg. Musik, die im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen ging, stand am Samstagabend auf dem Programm der Gilserberger Feuerwehr. Das Benefizkonzert sollte Geld in die Kasse der Brandschützer bringen, damit sie eine Ausbildungspuppe für die Herz-Lungen-Wiederbelebung anschaffen können. Im Notfall geht es um Minuten, deshalb unterhält die Wehr im Hochland seit sieben Jahren eine First-Responder-Gruppe, die in kürzester Zeit vor Ort sein und die Zeit überbrückt, bis der Notarzt aus Ziegenhain eintrifft. Doch an diesem Abend ging es in erster Linie nicht um Noteinsätze sondern um den richtigen Gitarreneinsatz. Zum Auftakt spielte Rainer Barth,

Gilserbergs Bürgermeister und somit oberster Brandschützer, bekannten Stücke von Bob Dylan oder Neil Young sowie Lieder aus der eigenen Feder und stimmte als Solist auf den Musikabend ein. Das "Spritzenhaus" füllte sich zusehends mit Musikfans aus der Hochlandgemeinde und auch Kameraden befreundeter Wehren fanden den Weg in die ungewöhnliche Konzerthalle nach Gilserberg. Neben Lautsprecherboxen und bunten Scheinwerfern zierten auch zwei Tragkraftspritzen die Bühne und ließen keinen Zweifel daran, hier ist die Feuerwehr am Werk.

Stromgitarre statt Strahlrohr

Nach den eher leisen Tönen des Openers stieg die Lautstärke um exakt fünf "Dezibel" - so nämlich hieß die fünfköpfige Formation aus dem Hochland, die mit Coversongs und eigenen Stücken die Fahrzeughalle rockte. Die Red Hot Chili Peppers, Placebo oder die Foo Fighters hatten keine Termine frei, deshalb übernahmen Dezibel den Part. Mit "Let me entertain you" verwandelten sie das Feuerwehrhaus in ein Robbie-Williams-Konzert. Während die ganz Jungen lauthals bei Pink mitsangen, zeigten gestandene Feuerwehrmänner ihre Textsicherheit bei "All right now" von Free.

"Einsatz für Burnout - Firemen Rock", hieß es im Anschluss, denn die Band bestand ausschließlich aus Feuerwehrmännern, darunter Gemeindebrandinspektor Markus Böse als Sänger und Gitarrist. Neben Klassikern der Rockgeschichte hatten die fünf Musiker auch einige Eigenkompositionen im Repertoire. "Losing Gravity", so der Titel eines Stücks, das sich mit Menschen in Extremsituationen befasst, wie sie auch von Feuerwehrleute erlebt werden. Am Ende des Konzertmarathons zeigte sich Organisator Böse sehr zufrieden mit der Resonanz und war sich sicher, dass der Erlös für die geplante Anschaffung ausreichen werde.

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