Kleine Bäume und große Schlepper: 1200-Jahrfeier in Bad Zwesten

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Besucherscharen auf der Festmeile: Bei sonnigem Wetter bummeln die Menschen durch Bad Zwesten.

Am Wochenende stand Bad Zwesten Kopf: Nach der ersten Bildergalerie von Donnerstag gibt's hier die schönsten Fotos vom ganzen Fest-Wochenende.

Bad Zwesten. Vier Tage lang war Bad Zwesten der Nabel der Welt, der Kurort feierte seine urkundliche Ersterwähnung im Jahr 817. Nach dem Festkommers am Donnerstag (Bildergalerie dazu HIER), öffnete am Freitag erstmals die Festmeile, am Abend feierten 700 Partygänger im proppevollen Festzelt.

Große Schlepper für kleine Jungs: Der dreijährige Johannes und sein großer Bruder Julian finden in Vorderradfelge eines der Giganten ausreichend Platz zum Sitzen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen schwerer Maschinen, denn ein Querschnitt durch die deutschen Schlepperschmieden der vergangenen acht Jahrzehnten ließ die Herzen vieler Oldtimer-Freunde höher schlagen. Der dreijährige Johannes und sein großer Bruder Julian hatten dagegen ein Auge auf die aktuellen Modelle geworfen, die Vorderradfelge eines der Giganten bot den Jungs ausreichend Platz zum Sitzen. Dynamisch ging es bei der Hessischen Forwarder-Meisterschaft zu, 13 Teilnehmer zeigten ihr Können mit den modernen Holzrück-Maschinen – Lokalmatador Johannes Rieger aus Niederurff wurde Dritter, Gold und Silber gingen an David Schröder aus Mücke und Manuel Schmidt aus Bad Wildungen. Für mutige Zuschauer hatte Dachdecker Frank Becker ein besonderes Angebot, mit seinem Kran brachte der „Liftboy“ jeweils drei Mitfahrer in 32 Meter Höhe – von oben sahen die Arbeitsmaschinen aus wie Ameisen.

Galerie: 1200-Jahrfeier in Bad Zwesten

 © Köster
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Doch auch mit kleinen Dingen ließen sich die Gäste begeistern, etwa bei Reiner Reitze und seinen Mitstreitern von der Interessengemeinschaft Bonsai, die ihre faszinierenden Mini-Bäume zeigten. Bonbon-Kocher Jörg Vorpagel hatte speziell für die Schlepperfreunde schwarze „Kugellager-Kugeln“ kreiert, die elfjährige Ida Kramer entschied sich jedoch für eine bunte Mischung. Etwas größer waren die Kugeln, die der Heimat- und Geschichtsverein beim Buttern produzierte, Ilse Heidenreich und viele weitere Aktive stellten insgesamt 40 Kilogramm des schmackhaften Brotaufstrichs her. „Das hier war bis in die 30er-Jahre das komplette Rathaus“, erklärte Vorsitzender Jürgen Schmidt und zeigte bei einer kleinen Museumsführung auf den historischen Schreibschrank. Bereits 500 Jahre zuvor begann der Buchdruck, mit dem Nachbau einer alten Presse demonstrierte Rainer Wriske in der Kirche, wie damals die Bibelworte aufs Papier kamen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war sicherlich der Festumzug am Sonntag, unzählige Besucher säumten die Straßen und jubelten den Akteuren der vier Dutzend Zugnummern zu.

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