Abgefahren: Benzingeschwängerte Luft und tolle Stimmung beim Mofarennen in Fritzlar

Lief wie ein Uhrwerk und gewann am Ende auch die Gesamtwertung: Die Zündapp mit der Nummer 17 vom MaNo Racing Team hier beim Überholvorgang.
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Lief wie ein Uhrwerk und gewann am Ende auch die Gesamtwertung: Die Zündapp mit der Nummer 17 vom MaNo Racing Team hier beim Überholvorgang.
Setzte sich immer wieder zu: Der Luftfilter an der Herkules vom Team Ackerfräse. Hier am Schrauben: Burkhard Kramer.
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Setzte sich immer wieder zu: Der Luftfilter an der Herkules vom Team Ackerfräse. Hier am Schrauben: Burkhard Kramer.

Mofamania in Fritzlar: 21 Teams sorgten für staubige, benzingeschwängerte Luft und tolle Stimmung vor Hunderten von Fans

Fritzlar. Sie heißen „Supergirls“, „Büraberg Jungs“, „Ackerfräse“ oder „Old School Hooligans“... Diese vier Teams und noch 17 andere waren am vergangenen Samstagnachmittag auf einem Acker bei Fritzlar an den Start gegangen, um die Sieger bei einer der kultigsten Motorsportveranstaltungen der Region zu ermitteln: Bei der Mofamania, deeer ultimativen Mofa-Rallye. Lindenhof-Landwirt Erwin Volke hatte wieder einmal das Feld gegenüber seines Hofes zur Verfügung gestellt, und zahlreiche Mofa-Freaks waren gekommen – sowohl Fahrer wie auch Fans.

Und bei den Teams ist es, wie bei so vielen Dingen im Leben: Manche nehmen die Sache ernster, andere hingegen lockerer. Zu der ersten Sorte gehören sicherlich die Jungs des MaNo Racing Teams aus Borken-Großenenglis. Deren Vorbereitung war schon professionell – und sogar dem hr-fernsehen einen Bericht in der hessenschau wert. Mit zwei Maschinen waren die Großenengliser am Start, eine davon hatte das Team erst sechs Wochen vor dem Rennen neu aufgebaut. „Es ist eine Reise zurück in die Vergangenheit“, erzählt Schrauber Jörg Malcus, „mit 15, 16 drehte sich bei mir alles um Mofas.“ Und: „Ein bisschen verrückt muss man schon sein, wenn man sich jetzt so akribisch auf die Mofamania vorbereitet.“

Der Lohn des Aufwands: Zwar musste MaNo den Ausfall seiner Nummer 25 verzeichnen. „Motorschaden“ war die ernüchternde Diagnose im zweiten von drei Läufen. Da war es gut, dass man die neu aufgebaute „Zweitmaschine“ am Start hatte. Und was für eine: Die Zündapp mit der Nummer 17 getunt auf rund 10 PS statt der serienmäßigen 1,5) war ein Dauerbrenner und dazu auch noch schnell. Am Ende standen 95 Runden zu Buche – soviel hatte kein anderer in den drei jeweils halbstündigen Läufen geschafft.

Etwas lockerer nahmen es die Jungs vom Team Ackerfräse. „‘Durchkommen‘ ist die Devise“, sagt Schrauber Burkhard Kramer, und das war schon schwer genug. Zunächst sprang die Kette mehrfach runter, dann setzte sich der Luftfilter auf dem staubigen Acker immer wieder zu. Am Ende kam man aber dennoch durch, 65 Runden hatten die Rundenzählerinnern gezählt, „was für uns völlig ‘Okay‘ ist“, bilanziert Fahrer Markus Brettschneider. „Was viel wichtiger ist: Wir haben im Vorfeld beim Schrauben so viel Spaß miteinander, da wird das eigentliche Rennergebnis fast zur Nebensache.“

Und egal ob jetzt am Enden 95 oder 65 Runden absolviert wurden, bei einem ist man sich einig: „Im kommenden Jahr sind wir wieder dabei, bei der nächsten Ausgabe der kultigen Mofamania!“

Rubriklistenbild: © Möller

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