Der Abwasserverband Mittleres Emstal startet mit dem Schuldenstand Null ins Jahr 2019

Kümmern sich um den Abwasserverband: Geschäftsführerin Katharina Engelbrecht (l.) und Klärmeister Mike Maurer bei einer Besprechung im Gudensberger Rathaus.
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Kümmern sich um den Abwasserverband: Geschäftsführerin Katharina Engelbrecht (l.) und Klärmeister Mike Maurer bei einer Besprechung im Gudensberger Rathaus.

Der Verband hat einen Schuldenstand von 0 Euro. Dennoch warten neue Herausforderungen, wie der Sanierungsbedarf der Außenbauwerke, auf den Abwasserverband.

Gudensberg. Der Abwasserverband Mittleres Emstal mit Sitz in Gudensberg ist verantwortlich für die umweltgerechte Entsorgung der Abwässer von rund 17.000 Einwohnern aus Gudensberg, Niedenstein und vier Fritzlarer Ortsteilen, und ist in das Jahr 2019 mit dem Schuldenstand Null gestartet. Aber auf den Verband warten neue Herausforderungen.

Eigenkapital 100 Prozent, Schuldenstand 0 Euro, ein Ergebnishaushalt über 1,25 Millionen Euro. Mit diesen Haushalts-Eckdaten konnte Verbandsvorsteher Börner die Mitglieder der Verbandsversammlung beeindrucken. Dennoch stehe der Verband vor neuen Herausforderungen, erläuterte Börner, denn nach rund 35 Jahren Betriebszeit entstehe bei den Außenbauwerken allmählich Sanierungsbedarf.

Um diesen genauer zu ermitteln, habe der Verband 2018 ein Planungsbüro beauftragt, welches den Sanierungsbedarf aller Außenbauwerke auf rund 1,5 Millionen Euro beziffert habe. Dabei handele sich jedoch lediglich um "lebensverlängernde und vorbeugende" Maßnahmen, gravierende Mängel, die den Betriebsablauf oder die Natur gefährden würden, habe man nicht festgestellt, sagte Börner. Die Sanierung solle bis 2022 realisiert werden, bereits in diesem Jahr will der Verband mit den ersten Sanierungsmaßnahmen beginnen.

Neuland hat der Verband beschritten, als er 2006 eine großflächige Klärschlammvererdungsanlage in Betrieb nahm. Eine weitere innovative Maßnahme, die der Umwelt dient, befindet sich derzeit im Probebetrieb: Über ein neu errichtetes Silo wird dem Abwasser eine Substanz beigegeben, die Phosphat-Rückstände im Abwasser bindet. Auf diese Weise kann dem gereinigten Abwasser Phosphat entzogen werden. Die Gewässergüte der Ems wird so weiter verbessert.

Daten und Fakten zum Abwasserverband

1978 wurde der Abwasserverband Mittleres Emstal gegründet und 1981 in Betrieb genommen.

Sie besitzen ein Kanalnetz von 35 Kilometern und eine Ausbaugröße von 19.950 Einwohner.

Der Abwasserverband hat bei den Sammler 12,3 Millionen Euro und bei der Kläranlage 6,3 Millionen Euro investiert.

Der Verbandsvorstand setzt sich aus Bürgermeister Frank Börner, Gudensberg (Verbandsvorsteher), Bürgermeister Frank Grunewald, Niedenstein, und Bürgermeister Hartmut Spogat, Fritzlar zusammen.

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