ADAC-Staubilanz 2018 bestätigt: Hessen bleibt Stauland - A7 und A44 Spitzenreiter

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Die A 7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld hatte 2018 die meisten Staus in ganz Hessen.

Auf der A7 zwischen Homberg & Bad Hersfeld West sowie auf der A44 zwischen Kassel Bad Wilhelmshöhe & Kreuz Kassel-West ist am meisten Stau in Hessen.

Hessen. Die Staus auf Deutschlands Autobahnen haben weiter zugenommen – so steht es in der ADAC Staubilanz 2018. Der Grund: Sanierungs- und Investitionshochlauf gehen weiter – zahlreiche Baustellen und Engpässe sind die wesentlichen Stauursachen. Zwar bleiben die Staustunden bundesweit auf dem Vorjahresniveau, jedoch haben Staulänge und Anzahl der Staus zugenommen. Insgesamt zählt der ADAC 2018 für Hessen 62.816 Staumeldungen (2017: 66.835), summiert auf 129.556 Staukilometer (2017: 126.385). Autofahrer in Hessen standen somit insgesamt 33.744 Stunden (2017: 37.565) im Stau.

„Hessen hat im Vergleich zu anderen Flächenstaaten ein moderates Staugeschehen, obwohl es im bundesweiten Vergleich ein sehr hohes Verkehrsaufkommen hat: Auf Hessens Autobahnen sind durchschnittlich über 24 Stunden gerechnet rund 66.000 Fahrzeuge unterwegs – knapp 30 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt (51.000 Fahrzeuge). Im Rhein-Main-Raum erreicht die Verkehrsbelastung sogar bis zu 130.000 Fahrzeuge in 24 Stunden. Bei dieser hohen Verkehrsdichte führen Verkehrsunfälle, liegengebliebene Autos oder Baustellen regelmäßig zu Stau“, so Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.

Im Ranking des stauträchtigs­ten Wochentags hat der Mittwoch den Donnerstag überholt. Im deutschlandweiten Durchschnitt summierten sich die Staukilometer an diesem Wochentag auf eine Länge von 5.900 Kilometern. Ähnlich schlechte Reisetage waren Donnerstag, Dienstag und Freitag. Die hintereinander stehenden Autos wuchsen an diesen Tagen auf durchschnittlich 5.800 Kilometer, 5.300 Kilometer beziehungsweise 5.100 Kilometer an. Wer an den Wochenenden unterwegs war, kam insgesamt besser davon. Im Durchschnitt gab es samstags rund 1.500 Kilometer Stau und sonntags rund 1.400 Kilometer.

Auch 2019 müssen Autofahrer mit ähnlichen Stauzahlen wie im Vorjahr rechnen: „Hessen ist zum einen Transitland, zum anderen sind es die großen werktäglichen Pendlerströme, die ein ähnlich hohes Verkehrsaufkommen erwarten lassen. Auch in den nächsten Jahren müssen Fahrbahnen erneuert und alte Brückenbauwerke – zum Beispiel auf der A 45 – saniert oder ganz neu gebaut werden“, erklärt Herda.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt Hessen beim Staugeschehen auf Platz fünf (Platz vier im Vorjahr). Das ist auf das gute Verkehrs- und Baustellenmanagement zurückzuführen. Die drei staureichsten Bundesländer sind weiterhin Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Deutschlandweit haben sich die Stauspitzen im Jahresverlauf im Vergleich zu 2017 verschoben: Im Juni, Oktober und November gab es deutlichere Ausprägungen. Der staureichste Wochentag war der Mittwoch.

Die drei Streckenabschnitte mit den meisten Staus 2018 in Hessen sind: 

– A 7 zwischen den Anschlussstellen Homberg (Efze) – Bad Hersfeld-West in beiden Richtungen

– A 44 Dortmund – Kassel zwischen Kreuz Kassel-Bad Wilhelmshöhe und Kreuz Kassel-West

– A 45 Gießen – Aschaffenburg zwischen Gießener Südkreuz und Gambacher Kreuz

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