Äthiopier aus Schwarzenborn mit 2,3 Promille und gefälschtem Führerschein unterwegs

Auf der A 49: 42-Jähriger fuhr so stark Schlangenlinien, dass er fast die Leitplanke touchierte.

Wabern/Kassel. Ein betrunkener Autofahrer muss nach seiner Fahrt über die A 49 von Wabern bis Kassel nun mit gleich zwei Strafverfahren rechnen. Nachdem er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte, setzte sich der aus Äthiopien stammende Schwarzenborner ans Steuer seines Nissans und fuhr aus dem Bereich Wabern in Richtung Kassel.

Einer zwischenzeitlich alarmierten Streife der Autobahnpolizei Baunatal versuchte er noch zu entfliehen, konnte aber gestellt werden. Zu guter Letzt meinte er noch, die Polizisten mit einem gefälschten italienischen Führerschein täuschen zu können, was ihm aber misslang.

Zunächst aufgefallen war der Betrunkene einem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer in Höhe der Anschlussstelle Wabern, da der silberne Nissan deutliche Schlangenlinien fuhr und immer wieder beinahe die Leitplanke touchierte. Eine im Bereich Edermünde / Baunatal aufgestellte Streife der Autobahnpolizei Baunatal wollte das Fahrzeug an der Anschlussstelle Baunatal-Nord kontrollieren, was der Fahrer des Nissan zum Anlass nahm, sich lieber verfolgen zu lassen. Die kurze Flucht endete aber bereits im Bereich des Kreuz Kassel-Mitte, wo der 42-Jährige durch die eingesetzten Streifen gestoppt wurde, bevor er auf die vielbefahrene, dreispurige A 7 gelangen konnte.

Beim anschließenden Alcotest pustete der Fahrer vor Ort einen vorläufigen Atemalkoholwert von 2,3 Promille. Den ausgehändigten italienischen Führerschein behielten die ermittelnden Beamten nicht nur wegen dem Alkoholwert gleich ein, sondern weil sie sofort erkannten, dass dieser schlichtweg gefälscht war. Die Anschlussmaßnahmen wie erkennungsdienstliche Behandlung und Blutentnahme führten die Polizisten wie gewohnt durch, bevor sie den bisherigen Autofahrer zu Fuß entließen.

Rubriklistenbild: © dpa

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