Alte Kästen aufgemöbelt: Erster Denkmalschutzpreis Schwalm-Eder verliehen

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Vize-Landrat Jürgen Kaufmann (Mitte) freut sich mit den vielen Prämierten des ers­ten Denkmalschutzpreises. Platz eins geht an die Atelier- und Wohnscheune von Jörg Kadow (7. v. li.) und Adele Siebert (7. v. re.) in Spangenberg.  
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Vize-Landrat Jürgen Kaufmann (Mitte) freut sich mit den vielen Prämierten des ers­ten Denkmalschutzpreises. Platz eins geht an die Atelier- und Wohnscheune von Jörg Kadow (7. v. li.) und Adele Siebert (7. v. re.) in Spangenberg.  

Die Gewinner des ersten Denkmalschutzpreises kommen aus Spangenberg. Der Kreis ehrt damit beispielhafte Leistungen in der Denkmalpflege.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Schwalm-Eder. Premiere in Spangenberg: Dort wurde der Denkmalschutzpreis zum ersten Mal vom Schwalm-Eder-Kreis vergeben. „Das hier ist ein erster Impuls zur Wertschätzung dieser wahren Kleinode an Baukunst“, so Vize-Landrat Jürgen Kaufmann. Der Landkreis ehrt damit künftig alle zwei Jahre beispielhafte Leistungen in der Denkmalpflege.

Ziel sei die Pflege und der Erhalt von Kulturdenkmälern, sowie die Erforschung und Dokumentation der Baugeschichte, so Kaufmann. Mitmachen können private Personen und Vereine, aber auch Behörden, Kommunen und Verbände, die ein besonderes Engagement bewiesen und beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet der Kulturdenkmalpflege erbracht haben. Aus den insgesamt zehn eingereichten Vorschlägen wurden sieben ausgewählt. Für die Platzierungen zeigten sich der Denkmalbeirat und der Kreisausschuss verantwortlich.

Gewonnen haben Jörg Kadow und Adele Siebert, die schon in ihrer Kindheit in der Spangenberger Scheune in der Langen Gasse 16a gespielt hat. Nach 40 Jahren kehrte sie mit ihrem Mann in ihr Elterhaus zurück und baute die Scheune in ein Atelier inklusive barrierefreier Wohnung um. „Wir waren an so vielen schönen Orten auf der Welt aber meine Frau sagte mir immer, in Spangenberg sei es schöner“, erzählt der Oldenburger Kadow schmunzelnd.

Der zweite Platz ging an die Sanierung eines Wohnhauses in einer Vierseithof-Anlage in Frielendorf-Verna.

Das Altstadthotel in Treysa wurde mit dem dritten Platz prämiert.

Neben einer Urkunde und einer Plakette erhielten die ers-ten drei Plätze noch einen Geldpreis. 2.000 Euro gab es für den ersten, 1.750 für den zweiten und 1.500 für den dritten Platz. Die Siegprämie sei dabei aber nur ein kleiner Anerkennungsbeitrag für die Mühe und Arbeit, die jeder der privaten und öffentlichen Bauherren in sein Kleinod steckt – „da das Geld sicherlich nicht einmal für ein Fenster reichen würde“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. „Es geht um die Vorbildfunktion. Nachahmer sollen denken ‘das ist vielleicht eine alte Kis­te, aber daraus kann ich was machen’“, so Kaufmann.

Bewerbungen für den nächsten Denkmalschutzpreis können bis zum 1. April 2020 beim Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises eingereicht werden.

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