Arbeitslosenquote im Schwalm-Eder-Kreis sinkt weiter

Im Schwalm-Eder waren im August 3513 Menschen arbeitslos gemeldet.
+
Im Schwalm-Eder waren im August 3513 Menschen arbeitslos gemeldet.

Weiter in ruhigem Fahrwasser bewegt sich der heimische Arbeitsmarkt, so das Fazit der Agentur für Arbeit Korbach, die auch für den Schwalm-Eder-Kreis zuständig ist. Wie die Agentur in ihrem aktuellen Arbeitsmarktbericht schreibt, waren im Schwalm-Eder im August 3513 Arbeitslose registriert.

Schwalm-Eder. Weiter in ruhigem Fahrwasser bewegt sich der heimische Arbeitsmarkt, so das Fazit der Agentur für Arbeit Korbach, die auch für den Schwalm-Eder-Kreis zuständig ist. Wie die Agentur in ihrem aktuellen Arbeitsmarktbericht schreibt, waren im Schwalm-Eder im August 3513 Arbeitslose registriert. Das sind 131 weniger als im Juli minus 3,6 Prozent) und 782 weniger als im Vorjahresmonat minus 18,2 Prozent). Die Quote sinkt von 3,7 auf 3,6 Prozent und liegt damit 0,8 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch insgesamt im Agenturbezirk Korbach. Im August ist hier die Arbeitslosenquote erneut gesunken, auf jetzt 3,5 Prozent Juli 3,6 Prozent). Dahinter stehen 6607 Arbeitslose, 139 weniger als im Vormonat minus 2,1 Prozent). Gegenüber dem deutlich stärker von Corona geprägten August 2020 sind das 1628 Arbeitslose weniger, ein Rückgang um 19,8 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder entwickelt sich weiter positiv. Von einer sich eintrübenden Stimmung in der Wirtschaft und Sorgen, beispielsweise in den Bereichen Tourismus und Gastronomie, ist in den August-Zahlen noch nichts zu merken“, kommentiert der Korbacher Agenturleiter Uwe Kemper. So sei die Zahl der Arbeitslosen von Juli auf August stärker gesunken als in den vergangenen fünf Jahren, also auch stärker als in den Jahren vor der Pandemie. „Gleichzeitig haben wir 3880 offene Stellen zu besetzen, das ist der Höchststand in den vergangenen fünf Jahren. Dies zeigt zum einen die erfreulicherweise stabile Wirtschaftsstruktur im Agenturbezirk. Zum anderen wird erneut der hohe Arbeitskräftebedarf deutlich, der uns künftig - besonders auf der Ebene der Fachkräfte und Fachexperten - noch intensiver beschäftigen wird.“

Zu den einzelnen Personengruppen:

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist erneut bei den unter 25-Jährigen zu verzeichnen, von 740 auf 761 plus 1,8 Prozent). Dies dürfte wie schon im Juli am Schuljahres- und Ausbildungsende liegen. Bei den Ausländern gab es eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen um 1,6 Prozent, bei allen anderen Personengruppen sind Rückgänge zu verzeichnen: Männer minus 3,1 Prozent, ab 50-Jährige minus 2,2 Prozent und Frauen minus 0,8 Prozent.

In beiden Rechtskreisen sind die Arbeitslosenzahlen im August gesunken: Im Bereich SGB III Arbeitslosengeld) deutlich um 4,3 Prozent minus 134 Arbeitslose auf aktuell 2950), im Bereich II Grundsicherung) um 5 Personen auf 3657 minus 0,1 Prozent). Im Jahresvergleich entspricht das beim Arbeitslosengeld einem Rückgang um 29,9 Prozent, bei der Grundsicherung um 9,2 Prozent.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit 1983 im August um 56 niedriger als im Juli. Im Bereich SGB III entsprechen 464 Langzeitarbeitslose genau dem Stand von August 2020. Im Bereich SGB II sind es mit 1519 Langzeitarbeitslosen 208 mehr als vor einem Jahr.

3880 offene Stellen waren im August in den beiden Landkreisen gemeldet, 144 mehr als im Juli und 1427 mehr als im Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Im August 2019 waren 3320 offene Stellen gemeldet, vor fünf Jahren 2380. Die meisten Stellen sind aktuell in den Bereichen Zeitarbeit 694), Gesundheits- und Sozialwesen 422), Handel sowie Reparatur von Kfz 272) und im verarbeitenden Gewerbe 228) gemeldet.

Im Agenturbezirk haben im August 11 Betriebe neue Kurzarbeits-Anzeigen gestellt, die bis zu 75 Beschäftigte betreffen können. Im Juli hatte es 16 neue Anzeigen für maximal 122 Personen gegeben.

Ob und in welchem Umfang die Betriebe tatsächlich kurzarbeiten, wird erst mit der Abrechnung deutlich, für die sie drei Monate Zeit haben. Für diese realisierte Kurzarbeit gibt es auf Agenturebene Hochrechnungen bis April, als in 1215 Unternehmen insgesamt 8249 Beschäftigte kurzgearbeitet haben März 1266 Betriebe, 9123 Beschäftigte).

Im Schwalm-Eder-Kreis haben 6 Betriebe für maximal 18 Mitarbeiter neu Kurzarbeit angezeigt Juli: 4 Anzeigen für bis zu 10 Beschäftigte). Nach der Hochrechnung über die tatsächliche Kurzarbeit haben im März im Landkreis 3854 Arbeitnehmer in 542 Betrieben kurzgearbeitet. Im Februar waren es 4727 Beschäftigte in 693 Betrieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Schwerer Verkehrsunfall auf Bundesstraße 254: 87-Jähriger stirbt am Unfallort
Heimat Nachrichten

Schwerer Verkehrsunfall auf Bundesstraße 254: 87-Jähriger stirbt am Unfallort

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 254 sind heute Nachmittag um 12:55 Uhr ein Pkw und ein Lkw frontal zusammengestoßen. Der 87-jähriger Pkw-Fahrer wurde dabei …
Schwerer Verkehrsunfall auf Bundesstraße 254: 87-Jähriger stirbt am Unfallort
Ab April: Neue Flüchtlingsunterkunft in Niedenstein
Heimat Nachrichten

Ab April: Neue Flüchtlingsunterkunft in Niedenstein

Im ehemaligen Evangelischen Freizeitheim in Niedenstein sollen ab 1. April bis zu 75 Flüchtlinge untergebracht werden.
Ab April: Neue Flüchtlingsunterkunft in Niedenstein
500 Euro für den Schützenverein Römersberg von der Raiffeisenbank
Heimat Nachrichten

500 Euro für den Schützenverein Römersberg von der Raiffeisenbank

Vereine in der Region unterstützen: Die Jugendarbeit vom Schützenverein "Römersberg 1965" wird mit 500 Euro von der Raiffeisenbank Borken belohnt.
500 Euro für den Schützenverein Römersberg von der Raiffeisenbank
Panzerschiff Admiral Graf Spee: Noch heute trifft sich die Crew
Heimat Nachrichten

Panzerschiff Admiral Graf Spee: Noch heute trifft sich die Crew

Im Dezember 1939 läuft die Admiral Graf Spee aus - ohne Besatzung. Noch heute treffen sich die ehemalige Besatzungsmitglieder. Aus Dank für ihr Leben.
Panzerschiff Admiral Graf Spee: Noch heute trifft sich die Crew

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.