Schwarzer Humor kunterbunt verpackt

Fleißig am Proben: Die Mitwirkenden des Stücks „Arsen und Spitzenhäubchen“ üben bis zu drei mal pro Woche für ihre Auftritte.
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Fleißig am Proben: Die Mitwirkenden des Stücks „Arsen und Spitzenhäubchen“ üben bis zu drei mal pro Woche für ihre Auftritte.

Die "Bunte Bühne Großenenglis" führt ab dem 10. März den Satirekrimi "Arsen und Spitzenhäubchen" auf.

Borken-Großenenglis. Sie sind keine weltbekannten Bühnenstars, das Theaterspielen hat aber eine lange Tradition. Seit der Vereinsgründung 1983 sind sie ein eingespieltes Team: Die Mitglieder der Bunten Bühne Großenenglis. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in der Gemeinde im Saal der damaligen Gastwirtschaft „Bräutigam“ Theateraufführungen – damals initiiert vom Sportverein. Ab den 50er und 60er Jahren wirkten Gesangsverein, Feuerwehr und Posaunenchor mit. Schließlich kam die Idee der Vereinsgründung.

Von klassischen Bauernkomödien hin zu Boulevardtheater entwickelten sich die Aufführungen im Laufe der Jahre. Im vergangenen Jahr strömten die Zuschauer ins Bürgerhaus Großenenglis, um „Bonnie und Clyde“ zu sehen. In diesem Jahr trauen sich die Mitwirkenden erstmals an eine Kriminalkomödie – „Arsen und Spitzenhäubchen“, von Joseph Kesselring, die ab Freitag, 10. März, von den Freunden der Bunten Bühne aufgeführt wird. „Für uns und unser Publikum ist das Stück etwas ganz besonderes, weil es die erste Kriminalkomödie ist, die wir auf die Bühne bringen“, sagt Claudia Hartung, die im Stück die Tante Abby spielt und Schriftführerin des Vereins ist. „Die Stückauswahl ist dabei immer ein Gemeinschaftswerk aller Akteure. Einen Regisseur gibt es nicht. Gerade das zeichnet uns aus“, erklärt Hartung. Insgesamt stehen zwölf Akteure auf der Bühne. Weitere Helfer wirken hinter den Kulissen mit und übernehmen Aufgaben wie Bühnenbau, Kostüme, Maske oder Technik. Geprobt wird drei mal wöchentlich. „Wie eine große Familie also, die als Team jedes Projekt realisiert. Finanziert wird der Verein durch Mitgliedsbeiträge und Erlösen aus Veranstaltungen“, so der Verein.

Zum Inhalt: Die Schwestern Abby und Martha Brewster sind zwei liebenswerte alte Damen, die ein friedliches und hilfsbereites Leben führen – davon ist zumindest Neffe Mortimer überzeugt. Umso mehr ist dieser überrascht, als er im Keller seiner Tanten eine Leiche findet. Denn die beiden gottesfürchtigen Schwestern haben buchstäblich „Leichen im Keller“. Zwölf an der Zahl.

Mit Holunderwein, etwas Arsen, Zyankali und Strychnin helfen sie dem Schicksal ein wenig nach und wollen so verirrte Seelen Gott näher bringen. Rührend kümmern sich Abby und Martha auch um ihren Neffen Teddy, der sich für den Präsidenten Theodor Roosevelt hält und die Aufgaben eines Präsidenten sehr ernst zu nehmen scheint. Nach einiger Zeit kommt er dem morbiden Treiben seiner Tanten auf die Spur, als er zufällig die Leiche eines Mannes in einer Truhe im Esszimmer entdeckt. Mortimer ist mehr als verzweifelt und unternimmt alles, um die unangenehme Lage „zu regeln“.

Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, gehen doch im Hause Brewster die Polizisten regelmäßig ein und aus. Als schließlich Mortimers lange verschollener und polizeilich gesuchter Bruder Jonathan auftaucht, droht die Situation zu eskalieren.

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