Neubau der Asklepios-Klinik vorgestellt

Freuen sich, dass es bald losgeht mit dem Bau (v.li.): Direktor der Kreissparkasse Ingo Lange, Vorsitzender des Fördervereins Volker Wagner, Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch, Bürgermeister Markus Boucsein, Chefarzt der Inneren Medizin Gunther Claus, Bauunternehmer Stefan Sippel und technischer Leiter Andrej Usbeck.
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Freuen sich, dass es bald losgeht mit dem Bau (v.li.): Direktor der Kreissparkasse Ingo Lange, Vorsitzender des Fördervereins Volker Wagner, Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch, Bürgermeister Markus Boucsein, Chefarzt der Inneren Medizin Gunther Claus, Bauunternehmer Stefan Sippel und technischer Leiter Andrej Usbeck.
Gunther Claus zeigt die Trennlinie der Dachterrasse zwischen geschlossener und offener Psychiatrie.
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Gunther Claus zeigt die Trennlinie der Dachterrasse zwischen geschlossener und offener Psychiatrie.
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In der Kreissparkasse Melsungen steht ab sofort ein Modell des Neubaus der Asklepios-Klinik zum Betrachten bereit.

Melsungen. Nur wenige Meter vom stets warm laufenden Fahrzeug wird der Notarzt im Neubau der Asklepios-Klinik in Melsungen untergebracht sein. Ebenso flott, wie dieser im Fahrzeug sein kann, erreicht er auch die B83, um zu Notfällen zu fahren. Wie genau dies aussehen wird, zeigt sich in ungefähr zwei Jahren, wenn der Neubau fertig sein soll. Bis es soweit ist, können sich Interessierte ab sofort in der Melsunger Kreissparkasse aber schonmal das Modell des Neubaus anschauen. Ab Dienstag, 9. Januar, wird es auch einen neuen Sockel sowie eine Haube haben.

Kurze Wege

Das Motto der kurzen Wege zieht sich durch das gesamte Konzept des Neubaus. Patienten und Besucher haben kürzere Wege, um in das Krankenhaus zu kommen und bewegen sich im Erdgeschoss in allen Funktionsabteilungen: Sichtung, Röntgen, EKG, Endoskopie.

Die Schwesternzimmer werden auf jeder Station zentral gelegen sein, um alle Patienten ähnlich schnell zu erreichen. Auch die Ärzte haben dann ihre Arztzimmer auf ihren jeweiligen Stationen.

Verzögerter Starttermin

„Durch das matschige Wetter hat sich der Start der Arbeiten etwas verzögert“, erklärte Projektleiter Kay Lotz. Aktuell laufen die Sondierungsbohrungen, um den Untergrund zu erkunden. Im Frühjahr soll der Bau beginnen, damit 2020 die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden können. Für Besucher ändert sich hinsichtlich der Anfahrt nicht viel. Der Neubau ist quasi gegenüber, am Brauereiweg und Sonnenhang. Zudem lässt sich dieser vollständig umfahren, was im Notfall vor allem für die Feuerwehr von Bedeutung ist.

Neu ist auch der Bereich der offenen wie geschlossenen Psychiatrie mit geteilter Dachterrasse und Plexiglas statt einem Geländer, um suizidversuchen vorzubeugen. Eine forensische Psychiatrie (Behandlung von psychisch kranken Straftätern) wird es aber nicht geben.

Doppelt so viel Betten für Privatpatienten

Im Modell sind auch kleine Terrassen für Privat- wie Kassenpatienten vorhanden. Die Anzahl der Betten für Privatpatienten verdoppelt sich mit dem Neubau auf neun. „In Nordhessen sind nur drei Prozent privat versichert, wodurch die Bettenanzahl vollkommen ausreicht“, ergänzte Gunther Claus, Chefarzt der Inneren Medizin und weiter, „einen Hubschrauberlandeplatz wird es nicht geben. In solchen Fällen greifen wir auf den bestehenden Platz der Feuerwehr zurück, da im Jahr durchschnittlich nur vier Patienten per Helikopter eintreffen.

Teil der bereits seit sieben Jahren laufenden Planung soll auch ein schöner Raum der Andacht sein. Die alte Klinik fällt nach Umzug in den Neubau in die Hände der Stadt. Für das rund 100 Jahre alte Gebäude gibt es noch kein festes Konzept. Eine ergänzende ambulante Psychiatrie, eine Apotheke oder ein Sanitätshaus sind angedacht. Interessenten können mit Bürgermeister Markus Boucsein in Verbindung treten. Die Kosten des Neubaus werden mit 36 Millionen Euro kalkuliert, wovon das Land Hessen 15 Millionen Euro fördert. Es entstehen rund 75 neue Arbeitsplätze, da auch 155 neue Betten hinzukommen, 50 für die Psychiatrie und der Rest für die innere Chirurgie und Geriatrie (Altenmedizin). Bisher werden in der Asklepios-Klinik jährlich 5.000 stationäre Patienten und 15.000 ambulante Patienten versorgt.

Der Modellbauer

Das Modell hat Andreas Gregori, Architekturmodellbauer bei MAD-Modellbau aus Frankfurt, gebaut. Vier Wochen dauerte die Anfertigung im Maßstab 1 zu 100, die Gregori vollständig alleine durchführte. Das komplett aus Kunststoff bestehende Modell misst 125 Zentimeter mal 85 Zentimeter und ist voraussichtlich bis Ende März in der Kreissparkasse Melsungen zu begutachten.

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