Aufgeheizte Stimmung - A49-Demonstranten treffen aufeinander

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Am Samstag gingen erneut A49-Gegner und Befürworter auf die Straßen. An der Stochelache in Borken und in Neuental-Schlierbach trafen die beiden Gruppen lautstark aufeinander.

Wabern/Borken/Schlierbach. Für die Fahrraddemonstranten war es bereits die vierte Vollsperrung der A49 und vorläufig wohl auch die Letzte. Und auch wenn lediglich 37 Ausbau-Gegner den Weg nach Nordhessen gefunden hatten, so wurde ihre Demonstration erneut erhört und vor allem wahrgenommen. Im Bereich der Stochelache trafen die Raddemonstranten auf rund 350 Teilnehmer einer Gegendemonstration der Bürgerinitiative Pro-A49. Begleitet von der Polizei mussten die Raddemonstranten Trillern, Pfiffe und Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Der zuvor von dem Initiator geschmiedete Plan, friedlich zu demonstrieren und niemanden Beleidigen, ging nicht ganz auf. Die Pro-A49-Teilnehmer ließen ihrem Unmut verbal freien Lauf.

Am Ortseingang von Neuental-Schlierbach trafen erneut Befürworter und Gegner aufeinander. Auch hier kam es zu verbalen Entgleisungen und hitzigen Debatten. Rund 40 Polizisten mussten sich in Reihe aufstellen und dafür sorge tragen, dass trotz der sehr angespannten und teils aggressiven Lage die Befürworter und Gegner nicht aufeinander trafen. Dennoch ließen sich beide Seiten zu Wort kommen, wenn auch manchmal lautstark, kurz und oft mit Unterbrechungen durch Zwischenrufe.

Wie Fahrraddemonstrant Simon Volkers erklärt, demonstriere man gar nicht direkt gegen den Ausbau der A49, sondern für mehr Gerechtigkeit. Volkers: „Wir denken, dass eine Autobahn nicht der richtige Weg ist und das Problem nur verschiebt“. Außerdem müsse der Schwerlastverkehr auf die Schiene, so Volkers weiter. Er wünsche sich insgesamt mehr Gesprächsbereitschaft.

Das die Demonstrationen insgesamt friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief, dürfte sicher der alleinige Verdienst der Polizei.

Die Weiterfahrt der Fahrraddemonstranten in den Dannröder Forst verlief ohne weitere Vorkommnisse. Zwei weitere Gruppen aus Marburg und Gießen befanden sich zeitgleich auf einer anderen Strecke auf dem Weg in den Mittelhessischen Forst.

Rubriklistenbild: © Pudenz

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