Autoschätze vergangener Jahre konnten beim Oldtimertreffen in Fritzlar bestaunt werden 

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Zum bereits 10. Mal lockte das Oldtimertreffen nach Fritzlar. Hautnah konnten die Besucher die Autoschätze früherer Jahrzehnte erleben und sich oftmals selbst direkt hinter das Steuer setzen.

Fritzlar. Ein bisschen Rost und jede Menge glänzender Chrom lockten am Sonntag nach Fritzlar. Bereits zum zehnten Mal hatten die Oldtimerfreunde zum Treffen in den Gewerbering eingeladen, die Palette reichte von A wie Audi, über M wie Mercedes, bis hin zu Z wie Zündapp.

Dieter Wiebusch war mit seinem Audi 100 Coupé S, Baujahr 71, aus Volkmarsen angereist – Farbe: Clementine-Orange. „Diesen hier habe ich seit 2013, doch vor über vier Jahrzehnten hatte ich auch schon mal einen Neuwagen“, erzählte der 79-Jährige. „Den Wackeldackel habe ich vom Erstbesitzer übernommen“, fügte er beim Blick durch die Heckscheibe augenzwinkernd hinzu.

Michael Grüber aus Wabern muss sich derzeit noch mit einem Kleinkraftrad begnügen, seine Zündapp GTS 50 „Super Sport“ lief 1978 in München vom Band und gehörte früher dem Onkel des 17-Jährigen. Autos aus Stuttgart-Sindelfingen waren gleich in mehreren Generationen vertreten, vom Nachkriegsmodell, über die Heckflosse, bis hin zum Youngtimer zeigten alle den weltweit bekannten Mercedes-Stern.

„Das ist ein deutsches Fahrzeug“, machte Jürgen Neumann deutlich, wenn die erstaunten Besucher auf seinen Bitter SC blickten. „Das kleine Automobilwerk im Ruhrgebiet hat von diesem Modell nur 488 Stück produziert“, erklärte der Niedensteiner.

Neben zahlreichen Karossen aus europäischen Wagenschmieden, präsentierten auch die Besitzer von US-Cars ihre Schätzchen. Fabian Kegel aus Bad Wildungen etwa hatte sein GMC-Monster aus den 80er-Jahren in Position gebracht, Sven Sawallischs Ford F-100 „Hot Rod“ stammt von 1953 und der vermutlich älteste Teilnehmer war dessen Vorfahre, ein Ford V8, der bereits 1929 das Licht der Welt erblickte.

Cabrios lagen wie immer besonders im Fokus der Besucher, Ramona Steinbrecher und Tochter Nelly hatten sich für ihren 50 Jahre alten VW Kahrmann-Ghia in Schale geschmissen. Kleine Flitzer, große Limousinen oder gewöhnliche Alltagsautos reihten sich nahtlos aneinander – ein jedes fand seine Fans und sorgte bisweilen für Entzücken oder Schwelgen in Erinnerungen.

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