Baum-Mörder in Bad Zwesten: Nagelattacke auf Birken

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Unbekannte beschädigten in Bad Zwesten mehrere Bäume - jetzt müssen einige gefällt werden: Der Sachschaden beträgt 10.000 Euro.

Bad Zwesten. Ein oder mehrere unbekannte Täter haben in mehrere Birken in der Bad Zwestener Bergstraße rund 20 lange Kupfernägel eingeschlagen. Darüberhinaus wurden die Bäume massiv angebohrt, damit sie absterben.

Bad Zwestens Bürgermeister Michael Köhler erklärt, dass ein umsichtiger Anlieger die Gemeinde über den Anschlag auf die Bäume informiert habe. Merkwürdig sei auch, so Köhler weiter, dass der Untergrund um die Bäume herum sich in letzter Zeit deutlich verändert habe. „Ich habe das Gefühl, dass jemand auf den Untergrund um die Bäume herum eine aggressive Substanz aufgebracht hat“, sagt der Bürgermeister.

Zwei der Bäume sind so massiv angebohrt worden, dass ihre Standfestigkeit gravierend beeinträchtigt ist. Sie drohen bei Sturm umzufallen. Die Bäume stehen unmittelbar neben einem Parkplatz. „Damit haben der oder die Täter neben der Zerstörung an den Bäumen billigend einen Schaden für Menschen in Kauf genommen“, so Köhler. Aus Gründen der Prävention müssten jetzt zwei bis drei Bäume gefällt werden. Der Sachschaden (Ökopunkte und Baumfällarbeiten sowie Entsorgung des Holzes) beläuft sich nach Angaben der Gemeinde auf rund 10.000 Euro. Die Gemeinde hat den Fall bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Es sind daher jetzt polizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden. Um zu helfen, die Täter zu ermitteln, bittet Köhler die Bürger um sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. „Bäume haben eine wichtige Funktion und sollten möglichst erhalten werden“, so Köhler. „Einen solchen Frevel wie hier habe ich in den fast 20 Jahren meiner Dienstzeit als Bürgermeister von Bad Zwesten noch nicht erlebt,“ sagt der Bürgermeister entrüstet. Diese Tat sei überaus schäbig.

Hierbei könnten Anwohner in den Fokus der Ermittler rücken: Vor einigen Monaten sei aus der Nachbarschaft die Bitte an die Gemeinde gerichtet worden, die Bäume zu fällen. Daraufhin hatte die Gemeinde den Antragstellern mitgeteilt, dass man gesprächsbereit sei, wenn diese die anfallenden Kosten für die Fällung übernehmen würden. Infolgedessen wurde der Antrag laut Gemeinde zurückgezogen. Einen Zusammenhang wolle der Bürgermeister zunächst aber nicht ausmachen.

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