Tasks and Teams ermöglicht Mitarbeitern bei B. Braun in Melsungen einen flexiblen, agilen Arbeitsalltag

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Von links: Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf, Direktorin Corporate Communications und Corporate Human Resources, Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender und Dr. Annette Beller, Finanzvorstand.

Nach Umzug in den Stadtwald: Erfolgreiches Arbeiten wird durch Task and Teams, Kreativräume sowie Clean Desks bei B. Braun in Melsungen realisiert

Die Helixtreppe im Zentrum des Stadtwaldparkes verbindet die Etagen und Abteilungen bei B. Braun.

Melsungen. Zur Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2017 hatte B. Braun in den Raum Spanien geladen. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große erinnerte daran, dass sich vor dem Umbau des Stadtwaldparks in diesem Raum ein Kinosaal befand. Seit dem Umzug 2017 ist der Raum Spanien einer von vielen flexibel nutzbaren Räumlichkeiten von B. Braun. Denn so altmodisch das Gebäude von außen größtenteils wirkt, so modern ist die Ausstattung im Inneren. Herzstück des Stadtwaldparks ist eine zentrale Treppe in Helixform, über die alle Etagen leicht zu erreichen sind. Doch wo alt auf neu trifft, ist es nicht nur die innere Gestaltung ausschlaggebend. Die bei B. Braun in Melsungen geöffnete Bürolandschaft gibt es schon seit 2001. Relativ neu dagegen ist die Chance, für einen Bereich angestellt zu sein, aber bei unterschiedlichen Projekten mitzuwirken.

Tasks and Teams für mehr Entfaltung

Unter Tasks and Teams (Aufgaben und Gruppen) können Mitarbeiter, die unterschiedlichen Bereichen angehören, gemeinsam an einem Projekt arbeiten, das sie interessiert. „Wir wollen schlagkräftige Teams anstelle von starren, hierarchischen Strukturen“, erklärt Große und weiter, „es gibt natürlich weiterhin Hierarchien, aber in den Teams hat der mit dem bes­ten Argument Recht, nicht der, der Chef ist.“ Es soll also in neuen Bahnen gedacht werden, damit jeder Mitarbeiter sein volles Potenzial entfalten kann. Dadurch könne Eigenverantwortung, Transparenz und Vertrauen gestärkt werden. „Projekte dauern von einer Woche bis zu mehreren Monaten. Nach einer Meldungsphase für ein ausgeschriebenes Projekt wird dieses an drei bis fünf Personen vergeben – das ist die bisher effizienteste Größe“, berichtet Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf, Direktorin der Unternehmenskommunikation und des internationalen Personalwesens von den bisherigen Erfahrungen.

Einer der Kreativräume im Stadtwaldpark. Aktuell arbeiten mehrere hundert Personen in Tasks and Teams und nutzen dabei zum Beispiel diese Räume.

Tillmanns-Estorf hat diese Weiterentwicklung bei B. Braun maßgeblich mitentwickelt. „Wie viel Zeit jede Gruppe pro Tag oder pro Woche in das Projekt investiert, ist ihnen selbst überlassen, wobei die Frist immer im Blick sein muss“, ergänzt Tillmanns-Estorf. Schließlich gibt es noch die alltägliche Arbeit neben den Projekten. Innerhalb einer Gruppe werden die Rollen vergeben, wer für was zuständig ist. Dadurch gibt es auch einen Vertreter der Gruppe, der die Ergebnisse am Ende präsentiert. „Durch die Übertragung von Verantwortung wird auch Führung neu definiert“, sagt Tillmanns-Estorf dazu. Für den Namen Tasks and Teams wurde sich bewusst entschieden, „damit Mitarbeiter weltweit den englischen Titel verstehen und sie im steten Prozess in diese Denke herangeführt werden“, so Große.

„Clean Desk“-Prinzip und Kreativräume

Die Gruppen können sich in klassischen Meetingräumen, aber auch in Kreativräumen treffen. In den Kreativräumen befinden sich Sitzsäcke neben Hockern in verschiedenen Höhen. All das darf gerne bunt sein und muss dennoch nicht auf die moderne Ausstattung des Stadtwaldparks verzichten. Abseits davon wird auf ein „Clean Desk“-Prinzip gesetzt; also auf saubere Schreibtische, die nach einem Arbeitstag komplett aufgeräumt zurückgelassen werden sollen. Eben so wie sie morgens aufgefunden wurden.

Beispiel des „Clean Desk“-Prinzips bei B. Braun in Melsungen, Stadtwaldpark. Rechts arbeiten (v. li.) Kerstin Vietor und Friederike Braun-Lüdicke und links sind freie Arbeitsplätze, wie sie morgens und abends im ganzen Gebäude vorkommen.

Dadurch können die Mitarbeiter zwischen etlichen Räumen wählen, um mal in Ruhe, mal mit wenigen Kollegen und mal im offenen Büro zu arbeiten. Die komplett ergonomischen Arbeitsplätze lassen sich überall im Gebäude auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen. Ohne feste Arbeitsplätze ist ein täglicher, persönlicher Tapetenwechsel jederzeit sehr simpel. Durch die Digitalisierung lassen sich alle wichtigen Ansprechpartner dennoch flott erreichen, denn überall gibt es Internet per Kabel und per Funk. Außerdem ist jeder Mitarbeiter mit einem Arbeitshandy ausgestattet. Friederike Braun-Lüdicke arbeitet erst seit Mai im Stadtwaldpark, hat sich aber gut mit den agilen Arbeitsmethoden angefreundet: „Man kommt erst gar nicht in Versuchung, Unordnung und Chaos zu schaffen, wenn man am Abend sowieso wieder für Ordnung sorgen muss – der Alltag funktioniert sehr gut mit dem „Clean-Desk“-Prinzip“.

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