Mit Bestzeit über die Alpen: Starkes Trio beim Ötztaler Radmarathon

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Starkes MT-Trio vor dem Start auf die 238-km-Runde in Sölden: Detlef Riehl, Timo Zarth und Dieter Vaupel.

Die Radsportler der Melsunger Turngemeinde haben vier Pässe in den italienischen Alpen  mit dem Rad gemeistert. Der „Ötztaler Radmarathon“ gilt als das härteste Eintagesrennen der Welt.

Melsungen/Alpen. Gerade ist die Zeit des Sommerurlaubs zu Ende gegangen, aus der man sie kennt: die Pässe der Alpen. Viele Urlauber haben die sich nach oben windenden Straßen mit ihrem Pkw auf ihrer Fahrt Richtung Italien bewältigt: den Brenner, den Jaufenpass, das Timmelsjoch oder den Kühtaipass.

Dass man diese vier Pässe aber auch mit dem Rad schaffen kann, ist für die meisten Menschen unvorstellbar – und schon gar nicht an einem Tag. Nicht so für die Radsportler der Melsunger Turngemeinde Timo Zarth, Detlef Riehl und Dieter Vaupel, die sich am vergangenen Wochenende unter den fast 5.000 ambitionierten Radsportlern befanden, die die Strapaze auf sich nahmen, diese Pässe über eine Strecke von 238 Kilometer mit 5.500 Höhenmetern an einem Stück zu fahren.

„Ötztaler Radmarathon“ oder auch kurz „Ötzi“ heißt das Event mit Start und Ziel in Sölden, das die Herzen von Radsportlern aus vielen Nationen höher schlagen lässt. Er gilt als das härteste Eintagesrennen der Welt. Gut vorbereitet und mit einigen Tausend Trainingskilometern in den Beinen ging das radsportverrückte Melsunger Trio an den Start. Als morgens kurz vor Sieben der Startschuss die Sportler aus 40 Nationen ins Rennen schickte, herrschten top Bedingungen mit Sonnenschein und immerhin schon 10 Grad. Gegen Mittag, als man vom Jaufenpass in das italienische St. Leonard gelangte, kletterte das Thermometer gar über 30 Grad. Hier war nach 180 Kilometern der Einstieg in das mit 1.900 Höhenmetern längste Steigungsstück hinauf zum über 2.500 Meter hohen Timmelsjoch. Dort veränderten sich die Bedingungen schlagartig: Die letzten Kilometer des Anstiegs kämpften sich die Melsunger durch Regen und Kälte, bevor es in die regennasse 20 Kilometer lange Abfahrt ging. Doch die drei Melsunger bissen sich bis zum Ziel durch und waren am Ende zufrieden, dass sie nicht nur die Pässe mit bis zu 17 Prozent Steigung erklommen hatten, sondern auch sturzfrei die rasanten Abfahrten herunter gekommen waren.

Am glücklichsten war diesmal Timo Zarth, der mit einer neuen Bestzeit von 9:15 Std. die begehrte 10-Stunden-Marke ein weiteres Mal deutlich unterbot. Detlef Riehl, dem das auch bereits gelungen war, fuhr nach 10:39 Std. durchs Ziel. Besonders gut lief es beim ältesten Melsunger Starter Dieter Vaupel, der seine Bestzeit aus dem vorletzten Jahr mit 11:42 Std. gleich um eine dreiviertel Stunde unterbieten konnte. „Super, dass es so gut bei mir lief! Schade, dass sich die Bedingungen zum Schluss verschlechterten. Auf der rutschigen 20 Kilometer langen Abfahrt bin ich kein Risiko mehr eingegangen, das hat natürlich noch einige Zeit gekostet.“

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