2. Melsunger Bildungsmesse in der Kulturfabrik: Für die Zukunft im Gespräch

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Jürgen Sauerwald (li.), Personalleiter bei B. Braun, und Markus Gille (re.), stellvertetender Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule, freuten sich am Stand der Schule über das rege Interesse.
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Jürgen Sauerwald (li.), Personalleiter bei B. Braun, und Markus Gille (re.), stellvertetender Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule, freuten sich am Stand der Schule über das rege Interesse.
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Nachdem sich zur Bildungsmesse 2017 37 Betriebe vorstellten, konnten die Stadt Melsungen und die Radko-Stöckl-Schule für 2018 sogar über 60 Betriebe begeistern, einen Stand in der Kulturfabrik aufzubauen.

Melsungen. Begeisterte, junge Menschen haben die Melsunger Kulturfabrik am Samstag mit Leben erfüllt, denn die Stadt und die Radko-Stöckl-Schule luden zur Bildungmesse ein. „Es ist ein gegenseitiges Interesse. Die Unternehmen wollen Mitarbeiter und die Jugendlichen eine Zukunftsperspektive. Mittlerweile kann man sich online zwar schon umfangreich über Unternehmen informieren, aber die Messe ermöglicht, Berührungsängste zu verlieren“, lobte Jürgen Sauerwald, Personalleiter bei B. Braun.

Markus Gille, stellvertretender Schulleiter der Radko-Stöckl-Schule, ergänzte „bei den über 60 Ständen können sich die Jugendlichen über die klassische Ausbildung, aber auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder duale Studiengänge informieren“. Dass die Messe an einem Samstag stattfand und trotzdem so gut besucht war, bestärkt laut Gille das Interesse der Jugendlichen. „B.Braun besucht mit Azubis im ersten oder zweiten Lehrjahr gerne Schulen. Vieles erschließt sich erst im Gespräch“, erklärte Sauerwald. Doch das Angebot funktioniert auch umgekehrt, denn fast alle Stände sind während der vier Stunden permanent von Jugendlichen umlagert.

Das permanent hohe Interesse spiegelt sich auch in der Ausstellerzahl wieder: „Letztes Mal hatten wir noch 37 Aussteller. Dieses Mal sogar über 60“, freute sich Gille. Über einen Beruf, der ‘niemals aussterben wird’, sprach der 21-Jährige Philipp Wolff von Elektrotechnik Piir aus Fritzlar.

Im Raum mit den Workshops konnten sich Jugendliche bei ihm über die Vorteile einer Logo!-Kleinsteuerung informieren. Diese ist platzsparender als mechanische Alternativen und lässt sich auf Wunsch sogar aus der Ferne mit neuer Software bespielen. In einem spielerischen Modell zeigte Wolff, wie zwei Ventilatoren abwechselnd – gemäß dem EVA-Prinzip (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe) – über die Steuerung Befehle erhielten, um einen Ball hin und her zu bewegen. Die Eingabe erfolgt über Schalter, die Verarbeitung macht die Steuerung und als Ausgabe rotieren die Lüfter. „Ich finde die Flexibilität und Abwechslung im Beruf ganz besonders toll“, sagte der Azubi im zweiten Lehrjahr, „eine Ausbildung in der Elektrotechnik öffnet viele Wege, denn überall wo Elektrizität ist, werden auch Elektrotechniker gebraucht. Auch eine Spezialisierung auf Programmierung ist nachträglich möglich.“ Der 21-Jährige merkte zudem an, dass das Handwerk generell Leute brauche.

Mit Lego-Robotern und Laptops konnte bei einem anderen Workshop programmiert werden, während in weiteren Workshops ein eigener Hammer oder eine Smartphonehülle hergestellt wurden. Am Stand der Stadt Melsungen gaben unter anderem Janina Diehl, Verwaltungsfachangestellte, Matthias Will, stellvertretender Büroleiter und Ausbildungsleiter, Eike Möller, Azubi als Fachinformatikerin, und Heather Lee-Ann Hetzer, Azubi im Bereich Abwassertechnik, Infos über die beruflichen Werdegänge der Stadt.

Praktisch für alle Besucher der Messe: Am Stand gab es auch die neuen Tüten aus Melsungen, auf denen die veranstalterischen Höhepunkte des Jahres in schicker Kacheloptik und das Rathaus auf der anderen Seite zu sehen sind. Da passten locker alle Infomaterialien ein, die auf der Messe verteilt wurden. Wer auch in den Besitz einer der belastbaren Tüten für den kleinen Einkauf kommen will, sollte den Wochenmarkt am Donnerstag oder die Tourist-Info in Melsungen besuchen.

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