Björn Angres ist neuer Leiter des Fachbereichs "Jugend und Familie" in der Kreisverwaltung Schwalm-Eder

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Björn Angres (re.) ist der Neue in der Kreisverwaltung Schwalm-Eder. Er übernahm vor etwas mehr als 100 Tagen die Leitung des Fachbereichs „Jugend und Familie“. Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann ist sehr zufrieden mit der Wahl.

Seit etwas mehr als 100 Tagen ist Björn Angres nun der Leiter des Fachbereichs 51 im Schwalm-Eder-Kreis. Unserer Zeitung erzählte er von seinen Zielen in dem neuen Job.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Homberg. "Wir haben den richtigen Mann für die richtige Stelle ausgesucht", blickt Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann stolz zu Björn Angres. Er hatte sich gegen elf andere Bewerber durchgesetzt und ist nun der neue Leiter für den Fachbereich "Jugend und Familie" in der Kreisverwaltung Schwalm-Eder. Seit etwas über 100 Tagen ist der 41-Jährige schon im neuen Job, und hat auch eine Vermutung, warum gerade er dort so gut hin passt: "Ich denke, es liegt an der Vielzahl der Dinge, die ich in meinem beruflichen Leben bereits erlebt und gesehen habe. Dadurch kann ich mich gut in meine Mitarbeiter hineinversetzten."

So arbeitete der gelernte Diplom-Sozialpädagoge zuerst bei der Berufshilfe Hephata, wo er sich dem Schwerpunkt Arbeitsmarktdienstleistungen für Jugendliche und Erwachsene mit multiplen Vermittlungshemmnissen widmete. Aber auch in der stationären Einzelbetreuung und der stationären Heimerziehung konnte er seine Erfahrungen sammeln. Im Anschluss arbeitete er sich vom Teamleiter sogar bis zum Bereichsleiter der Berufshilfe der Jugendhilfe Hephata in Schwalmstadt hoch. Bevor es ihn in die Kreisverwaltung Schwalm-Eder verschlug, hatte er eine Wohnstätte für geistig behinderte erwachsene Menschen der Behindertenhilfe Vogelsbergkreis in Alsfeld "innerhalb von zwei Tagen aus dem Boden gestampft", so Angres.

Er fühlt sich gewappnet für den Job als Leiter des Fachbereichs 51: "Ich habe keine Angst vor Neuem, zu Agieren und Organisieren. Und ich brauche die Arbeit mit Menschen, das ist mir schon während der Fachoberschule aufgefallen." Dort hatte er die Schwerpunkte Wirtschaft und Informatik, "aber die Arbeit mit Maschinen war nicht das richtige für mich." Und auch als Leiter lässt er es sich nicht nehmen, sich wie seine Angestellten auch für die Rufbereitschaft einzutragen. "Da kommt es dann schon einmal vor, dass ich in der Nacht ein Kind in eine Notfalleinrichtung rette. Ich möchte als Fachbereichsleitung Teil des Jugendamtes sein und mit den Kollegen kritisch und konstruktiv im Dialog stehen."

Optimal auf seine Leiter-Stelle vorbereitet worden sei er von seiner Vorgängerin Karin Wagner, die ihn in den letzten vier Monaten vor dem Ruhestand einarbeitete und so eine reibungslose Übergabe habe stattfinden können. "Sie hat mir auch angeboten, sie bei Fragen anzurufen, aber ich will ihr den wohlverdienten Ruhestand gönnen."

Seine beruflichen Ziele hat er sich klar gesteckt: Mit den Kollegen wolle er versuchen, den Verwaltungsaufwand weiter zu reduzieren und das Arbeiten effektiver zu gestalten. Die Bearbeitungszeit von Anträgen solle gesenkt werden und die Erfassung der Statistik möglichst weitgehend automatisch auf digitalem Wege erfolgen. Auch das Problem des personellen Umbruchs aufgrund der Altersstruktur stehe auf seiner Agenda: "Für mich werden in den nächsten Jahren die Personalgewinnung und der Wissenstransfer wichtige Ziele sein. Der Generationenwechsel darf nicht zu Lasten des Kinderschutzes gehen." Sein Herzensprojekt ist die bessere Qualifizierung durch Schulungen für "Einzelkämpfer", die Jugendhelfer, die intensiv Jugendliche betreuen.

Björn Angres sagt selbst, er habe es sich nicht zu träumen gewagt, einmal Fachbereichsleiter zu werden. Soviel habe sich im Alltag aber nicht geändert: "Ich werde jetzt nur öfter gefragt", so Angres.

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