Blutige Tat im Hühnerstall: Diebe stahlen Tiere von Christian Ende und ließen abgetrennte Köpfe zurück

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Am Sonntagmorgen machte Christian Ende in seinem mobilen Hühnerstall in Gilserberg einen schrecklichen Fund: Diebe stahlen ihm nicht nur gut 100 Hühner, sie trennten auch Köpfe der Tiere ab.

Gilserberg. Als Christian Ende am vergangenen Sonntag, wie jeden Morgen, zu seinem mobilen Hühnerstall am Ortsrand von Gilserberg fährt, beschleicht ihn schon kurz nach der Ankunft ein mulmiges Gefühl. Die Tür zum Stall wurde aufgebrochen. Was ihn jedoch im Inneren erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft. Der Boden ist voll mit Blut und Federn. Ein echtes Massaker muss sich nur Stunden zuvor hier abgespielt haben. „Da lagen sechs Hühnerköpfe. Und es sieht ganz danach aus, als seien die nicht abgeschlagen, sondern abgerissen worden“, erzählt Ende, der seit einigen Jahren das Hühnermobil im Gilserberger Hochland betreibt.

Es sei zwar einige Male vorgekommen, dass der Stall das Ziel von Vandalen gewesen sei. „An den Tieren hat sich jedoch zuvor noch nie jemand vergriffen“, sagt Ende. So lagen nicht nur Köpfe der Tiere im Stall, es fehlten auch Hühner. 900 Hennen waren hier nach Angaben des Betreibers bis Samstag noch eingestallt. „70 bis 100 fehlen schätzungsweise“, gibt Ende an. Über die Gründe könne auch er nur Mutmaßungen anstellen. Die Tat sei jedoch für Ende nicht nur verabscheuungswürdig, sondern zudem noch absolut sinnlos. „Ich kann nicht verstehen, wieso die Hühner gestohlen wurden. Wir verschenken sogar viermal im Jahr Althennen – die noch immer Eier legen, aber für unsere Belange nicht mehr wirtschaftlich sind – an kleine Höfe und Privatleute. Es gibt also keinen Grund die Tiere zu stehlen“, betont Ende.

Den Tieren habe man angemerkt, dass in der Nacht etwas passiert sein muss. „Das war Stress für die Hühner. Am Abend, wenn es dunkel ist, sitzen sie normalerweise auf der Stange und rühren sich nicht – das war am Sonntagabend anders“, beschreibt Ende die Situation im Stall. Der Hühnerhalter ist sicher, dass die Legehennen im Stall in Säcke verpackt worden sein müssen. „Draußen waren keine Blutspuren und auch keine Federn zu entdecken. Zudem habe ich ein rotes Band gefunden, mit dem man normalerweise Gelbe Säcke zubindet“, sagt Ende.

Und auch der wirtschaftliche Schaden sei enorm. „Ich rechne mit etwa 10.000 Euro. Die Hühner sind erst vor zwei Monaten eingestallt worden und bleiben eigentlich ein Jahr bei uns. Das Problem ist, dass ich keine neuen Hennen zu den noch vorhandenen in den Stall setzen kann. Die würden totgepickt werden“, erklärt der Experte. Die Hühner dürften immer nur aus derselben Aufzuchtgruppe sein, weshalb der Bestand in den kommenden zehn Monaten dezimiert bleiben müsse.

Die Polizei ermittelt wegen Einbruch, Sachbeschädigung und „Tötung eines Wirbeltieres“. „Ich hoffe natürlich, dass die Diebe geschnappt werden“, so Ende. Was jedoch bleibe, sei das mulmige Gefühl, dass er seit Sonntagmorgen hat, wenn er raus zu seinen Hühnern fährt.

Hinweise bitte an die Polizei in Schwalmstadt, Tel. 06691-9430.

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