Boden in Kasernen kontaminiert?

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Fünf Verdachtsfälle gibt es in Hessen insgesamt. Auch der Boden am Bundeswehr-Standort Schwarzenborn könnte kontaminiert sein.

Bundeswehrfeuerwehren verwendeten giftigen Löschschaum – fünf Verdachtsfälle in Hessen – auch Böden in Fritzlar, Homberg, Schwarzenborn könnte verseucht sein.

Fritzlar/Schwarzenborn. Der Boden an den Bundeswehrstandorten Fritzlar und Schwarzenborn sowie an dem ehemaligen Bundeswehrstandort Homberg könnte kontaminiert sein. Das bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr.

Der Grund: Die Bundeswehrfeuerwehren hatten jahrzehntelang inzwischen verbotene Chemikalien beim Löschen benutzt. Dabei geht es um PFC-haltige Löschmittel. Sie sind gesundheitsschädlich. Der bekannteste Stoff, der in den jahrzehntelang eingesetzten Löschschäumen enthalten ist, heißt PFOS. Er ist in der EU bereits seit 2006 verboten.

PFC-haltige Löschmittel wurden von den Feuerwehren der Bundeswehr vor allem auf Flugplätzen und Übungsgeländen eingesetzt. In Hessen gibt es neben Fritzlar, Schwarzenborn und Homberg zwei weitere Verdachtsfälle: Darmstadt und Pfungstadt. In Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) konnte der Verdacht ausgeräumt werden. Bei den fünf Verdachtsfällen wurden in der Vergangenheit Übungen mit PFC-Löschschaum durchgeführt oder das Material wurde gelagert. Einmal in Böden eingesickert, können sich die Chemikalien über das Grundwasser verbreiten.

Im Schwalm-Eder-Kreis war man erstmals 2010 Landkreis auf die Problematik aufmerksam geworden: Bei einer routinemäßigen Untersuchung in der Kläranlage Wallenstein (Gemeinde Knüllwald) hatte man festgestellt, dass dortiger Klärschlamm mit PFT belastet war. Seinerzeit hatte man als Verursacher die Bundeswehr am Standort Schwarzenborn ermittelt. Daraufhin musste der gesamte Klärschlamm der Jahre 2010 und 2011 verbrannt werden. Die Mehrkosten für die Entsorgung wurden vom Bund übernommen.

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