Borken: Fuchs reißt vermutlich 60 Hühner im Freigehege

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Prächtige Vorwerkhühner leben auf dem Schmiedehof.

120 Hühner besaß Michael Pillkowsky noch vor Kurzem. Doch dann trieb vermutlich ein Fuchs sein Unwesen und riss die Hälfte seiner Tiere.

Borken-Nassenerfurth. Als Michael Pillkowsky am vergangenen Dienstag nach seinen Hühnern schaute, war nichts mehr so wie am Vortag: In dem Auslauf um das mobile Freigehege seiner Tiere waren von insgesamt 120 „exotischen“ Federtieren 40 tot. Darunter ein Augsburger Hahn, der mittlerweile als extrem gefährdetes Exemplar gehandelt wird.

Anfangs vermutete der gelernte Erzieher, dass ein nicht angeleinter Hund diesen Schaden angerichtet habe und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. In den Sozialen Netzwerken, teilte der 39-Jährige die traurigen Neuigkeiten auf seiner Facebook-Seite „Schmiedehof“, um darüber gegebenenfalls eine Spur auf den Hundebesitzer zu bekommen und bat die User um ihre Mithilfe.

Michael Pillkowsky: Seinen Betrieb führt der gelernte Pädagoge aus Überzeugung.

Nachdem am darauffolgenden Tag allerdings 20 weitere Tiere gerissen wurden und Pillkowsky mit zwei Jägern gesprochen hatte, war sich der 39-Jährige gar nicht mehr so sicher, ob wirklich ein Hund die Bluttat angerichtet hatte: „Ich habe mit zwei Jägern gesprochen und das unabhängig voneinander. Beide sagten mir, dass die Tat viel wahrscheinlicher einem Fuchs zuzuschreiben ist.“

Bei der Polizei zog er die Anzeige wieder zurück. Den mobilen Stall platzierte er danach an einem sichereren Standort, mit mehr Distanz zu Feldern. Natürlich sei dies auch ein großer finanzieller Verlust, der dem Bio-Hof entstanden ist. „Aber es schmerzt mehr, dass einfach mal die Hälfte – noch dazu vom aussterben gefährdeter – Tiere einfach tot ist“, erklärt der gebürtige Kasseler. „Ich kann es auch nicht einem Fuchs übelnehmen, dass er entweder im Blutrausch oder um seine eigenen Jungtiere durchzukriegen Hühner reißt. Das ist das Risiko einer Freilandhaltung.“

Die Facebook-Community hat aber ein Herz für Tiere. Viele Nutzer haben Michael Pillkowsky angeboten eine Patenschaft für seine Hühner zu übernehmen. Für die Hilfsbereitschaft der Facebook-Gemeinde ist Pillkowsky mehr als dankbar und erarbeitet gerade ein Konzept für eine Patenschaft. Die Paten könnten dann für einen gewissen monatlichen Betrag ein Huhn übernehmen und würden im Gegenzug dafür Eier von ihrem Tier erhalten. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich bei dem Schmiedehof-Besitzer melden. Per Email unter info@schmiedehof.bio oder telefonisch: 05682-4097543.

+++ Extra Info +++

Diese seltenen Rassen leben auf dem Schmiedehof:

- Augsburger (extrem gefährdete Rasse)

- Deutscher Sperber

- Araucana

- Vorwerkhühner

- Marans - Leghorn

- Graue Italiener

- Goldene Italiener

Im Vergleich zu Batterie-Legehennen, die im Jahr circa 320 bis 340 Eier legen, sind es bei den Bio-Hühnern von Pillkowski gerade mal 160 bis 180 Eier pro Huhn im Jahr.

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