Nach 100 Tagen: Positive Zwischenbilanz zum Borkener Bürgerbus

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Seit dem ersten März tourt er durch die Großgemeinde Borken: Der rote Borkener Bürgerbus.

Bus ist nicht nur Transportmittel – „Das Fahren mit dem Bürgerbus ist auch ein Türöffner, um in einer persönlichen Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen.“

Borken. Seit dem 1. März fährt der Borkener Bürgerbus durch die Großgemeinde Borken. Bis zum heutigen Tag war er 15 Mal für die Mitbürger unterwegs. Während dieser Zeit konnten erste Erfahrungen gesammelt und Sicherheit bei den grundlegenden Abläufen erlangt werden. Jeden Donnerstag holen die ehrenamtlichen Fahrer die Einwohner der Großgemeinde auf Wunsch vor der Haus­tür ab und befördern sie zu ihrem Wunschziel innerhalb der Großgemeinde: Von Tür zu Tür! Vor der Fahrt müssen sich die Fahrgäste mittwochs in der Zeit von 15 bis 17 Uhr beim Telefondienst melden und ihre Fahrwünsche bekannt geben.

Bürgerbusfahren macht Spaß

Alle Ehrenamtlichen, die momentan das Projekt „Bürgerbus“ unterstützen, ob im Telefondienst oder beim Fahren, haben bisher sehr positive Rückmeldungen bekommen. Bürgerbusfahren macht einfach Spaß, sowohl den Ehrenamtlichen als auch den Fahrgästen. So wundert es nicht, dass Fahrgäste, die den Bürgerbus einmal nutzten, dies weiterhin regelmäßig tun.

Mutter und Tochter gemeinsam im ehrenamtlichen Team Borkener Bürgerbus. Nicole Bernhardt (li.) und Irmtraud Hahn machen hier Telefondienst und nehmen die Fahrwünsche der Bürger entgegen.

Denn das Fahren mit dem Bürgerbus ist auch ein Türöffner, um in einer persönlichen Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen. Insbesondere ältere Menschen freuen sich darüber, dass sie ihre Angelegenheiten selbstbestimmt und selbstständig erledigen können und somit wieder mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten bekommen. Somit öffnet sich auch hier wieder eine Tür.

Mutter und Tochter im Team

Bei einem der letzten Telefondienste gab es ein Familienteam. Irmtraud Hahn und Nicole Bernhardt hatten gemeinsam Dienst. Und das ist etwas Besonderes. Nicole Bernhardt ist die Tochter von Irmtraud Hahn. „Ich habe in einem Aufruf im Borkener Anzeiger von dem Projekt Bürgerbus gelesen. Dort wurden noch Ehrenamtliche gesucht. Ich dachte mir, warum nicht, so eine gute Sache muss ich unterstützen“, erzählte Hahn. „Bei einer Tasse Kaffee habe ich dann meiner Tochter Nicole von dem Borkener Bürgerbus erzählt.“ Nicole Bernhardt musste auch nicht lange überredet werden. „Das Projekt hat mir von Anfang an gefallen“, erläutere sie.

Auch die Geschäfte in den Stadtteilen sind für die Bürger der Großgemeinde wieder erreichbar.

Schöne Geschichten rund um den Bürgerbus

Es werden nicht nur ausschließlich Fahrten zu Ärzten oder in der Kernstadt gebucht. „Als ich beispielsweise einen Fahrgast zur Metzgerei nach Nassenerfurth zum Einkaufen gebracht habe, wurde ich gleich auf ein Frühstücksbrötchen eingeladen“, lachte Irmtraud Hahn. „Das ist die Art, wie sich die Menschen bei uns Ehrenamtlichen bedanken möchten.“ In den einzelnen Stadtteilen bilden sich sogar schon richtige Bürgerbus-Cliquen. „Die Leute vereinbaren einen gemeinsamen Treffpunkt und lassen sich zusammen abholen“, lachte Nicole Bernhardt.

Unterstützung gesucht

Ehrenamtliche, die sich im Telefondienst oder beim Fahren engagieren möchten, sind herzlich willkommen und immer noch dringend erforderlich. Nur so ist es uns möglich, dieses Angebot aufrecht zu erhalten und sogar weiter auszubauen, sagte die Projektleiterin Gabriele Michel.

Probefahrt machen

Wer den Service des Borkener Bürgerbusses kennen lernen möchte, ob als Fahrgast oder Ehrenamtlicher, meldet sich bei der Projektleiterin, Telefon 05682-808185 oder per Email an gabrielemichel@borken-hessen.de.

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