Borkens Wahrzeichen wird saniert

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Der Wasserturm – weithin über Borken sichtbar – soll bis Ende des Jahres in Alabaster-Weiß erstrahlen.

Borken. Er ziert seit fast einem halben Jahrhundert die Skyline Borkens: Der Wasserturm. Der Hochbehälter wurde im Mai 1971 in Betrieb genommen und versorgt die Stadt seither mit Wasser.  Doch: Seit einigen Tagen ist der Turm in ein Gerüst-Korsett gekleidet.

Der Grund: Risse im Beton gefährden die Standsicherheit des insgesamt 50,45 Meter hohen Turms. Daher müssen sowohl die Außenwand als auch die Wasserkammern im Inneren erneuert werden. "Durch Umwelteinflüsse, wie Feuchtigkeit, beginnt Beton zu karbonisieren. Der Zement wird zu Kalk und verliert seine Tragfähigkeit", erklärt Thomas König, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken.

Etwa eine Million Euro lässt sich die Stadt Borken die Pflege des höchsten Bauwerks der Stadt kosten. Ende des Jahres soll das Wahrzeichen der Stadt dann in Alabaster-Weiß erstrahlen. Und nicht nur die Farbe ändert sich: "Wenn wir Sponsoren finden, wird der Turm abends passend zur Jahreszeit illuminiert", sagt Bürgermeister Bernd Heßler.

In der kommenden Woche wird das Wahrzeichen noch in eine Schutzfolie gehüllt. "Die Folie soll verhindern, dass die abgestrahlten Betonpartikel in die Luft gelangen. Zusätzlich schützt sie den anfälligen Beton und die Arbeiter vor der Witterung", sagt König. Das Wasser der Hochdruckreiniger würde in Containern abgefangen und umweltgerecht entsorgt. Anschließend wird die Außenhaut neu aufgebaut und versiegelt.

Auch die Wasserbehälter im Inneren des Turms werden erneuert: Der alte Fliesenbelag wird entfernt und durch eine Beschichtung ersetzt. "Der Wasserturm soll auch in den kommenden 50 Jahren die Stadt mit bestem Trinkwasser versorgen", sagt Heßler.

Auch habe der Turm drei weitere wichtige Funktionen: Das Dach des Turms dient als Standort für Mobilfunkantennen. Auch der Funk des Landes Hessen und der Feuerwehr wird seit 2013 von dort aus gesendet. Im Fuß des Turms befindet sich die Gaststätte "Am Wasserturm" , die neben Köstlichkeiten der deutschen Küche auch einen weiten Blick auf das Borkener Land bietet. Das Restaurant ist während der Bauarbeiten geöffnet. Er ist Brutstätte von Turmfalken und ist zudem eine touristische Attraktion.

Interessierte Gruppen können sich bei der Touristikabteilung im Rathaus anmelden. Von einem Experten werden sie dann auf die Aussichtsplattform geführt und können von dort aus das Borkener Seenland von oben betrachten.

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