Nach Brand im Juli: Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist eröffnet neu aufgebaute Station B1

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Blicken freudig in eine Zukunft voller Entwicklungen im Hospital zum Heiligen Geist: (v. li.) Kuratoriumsvorsitzender Karl-Otto Winter, Bereichsleiterin Petra Schäfer, medizinischer Geschäftsführer Dr. Carsten Bismarck, Pflegedienstleitung Tanja Adamovsky, Stiftungsgeschäftsführerin Barbara Gawliczek und kaufmännischer Geschäftsführer Dr. Sven Ricks.

Nach sechs-monatiger Bauzeit wurde die vollständig entkernte und wieder neu aufgebaute Station B1 als moderne internistische Abteilung eröffnet. Auch in Zukunft stehen wichtige Veränderungen im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar an.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Fritzlar. „Ich habe die Bilder jetzt noch im Kopf“, erzählt Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke, als er in dem Zimmer steht, in dem in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2017 das Feuer ausbrach und eine gesamte Station zerstörte. „Er hat mit seiner Truppe dafür gesorgt, dass nur eine Etage saniert werden musste und alle Leben gerettet werden konnten“, fügt Kuratoriumsvorsitzender Karl-Otto Winter hinzu.

Im feierlichen Kreise aller Beteiligten wurde nach sechs-monatiger Bauzeit die vollständig entkernte und wieder neu aufgebaute Station B1 als moderne internistische Abteilung auf höchstem medizinischen Niveau offiziell eröffnet und an Bereichsleiterin Petra Schäfer übergeben. Sie blickt optimistisch in die Zukunft des Krankenhauses: „Ich freue mich, nun endlich mit meinem Team in den Neubau zu ziehen. Und ich bin gespannt, das ganze Wachstum in nächster Zeit mitzuerleben.“

Dechant Jörg-Stefan Schütz (re.) segnete die Station und die Kreuze, die fortan in den Patientenzimmern hängen werden.

Im Anschluss segnete Dechant Jörg-Stefan Schütz die Station und die Kreuze, die fortan in den Patientenzimmern hängen werden.

Bereits einen Tag nach dem Brand hatten die Sanierungsarbeiten begonnen. Trotz der guten Auftragslage sei die Hilfsbereitschaft aller Firmen groß gewesen, so Dr. Carsten Bismarck, medizinischer Geschäftsführer. Dazu gehörten die Sanierung des vom Brand betroffenen Bereichs, der Rückbau sowie der Wiederaufbau.

Bismarck sprach von einer der schwersten Heimsuchungen der letzten Jahrzehnte: „Dieser Brand war eine gewaltige Bewährungsprobe, aber wir konnten uns als Haus beweisen und diese im wahrsten Sinne ‘Feuerprobe’ meistern. Der Brand hat uns nicht behindert im Sein, sondern eher noch beschleunigt.“

Denn die Sanierung sei der Auftakt gewesen, viele weitere Umbauten vorzunehmen. So soll in Zukunft die zentrale Not- und Patientenaufnahme umgebaut werden, eine neue Intensivstation sowie ein neuer Aufwachraum geschaffen werden. Zudem plant das Hospital zum Heiligen Geist einen vierten OP-Saal, ebenso wie die Sanierung des zum Teil nicht genutzten Altbaus.

Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau gibt das Hospital mit circa zwei Millionen Euro an. Der wirtschaftliche Schaden konnte aber zum heutigen Tag noch nicht eingeschätzt werden.

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