Brauen lernen vom Bier-Botschafter: Borkener Markus Mach bietet Braukurse an

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Eintauchen in die Welt des Bieres: Bei Markus Mach (li.) durften die Kursteilnehmer nicht nur eigenes Bier brauen. Ebenso stand eine Verkostung spezieller Sorten auf dem Programm.
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Einmal einen eigenen Gerstensaft produzieren und wenige Wochen danach selbst verkosten: Dieser Traum wird bei den Bierbraukursen von Markus Mach in Borken Realität.

Borken. Alte Kästen, Etiketten, Schilder, Spiele und generell alles rund ums Bier schmücken das kleine Museum von Markus Mach im Borkener Bommerweg. Doch bei Mach heißt es nicht wie im „normalen“ Museum: „Nur gucken, nicht anfassen!“ Der Borkener möchte den Bier-Geschmack unter die Leute bringen.

Deshalb bietet er Brau- und Probierkurse an. So haben sich vor Kurzem acht Teilnehmer vom Borkener Bier-Experten in die Welt des Gerstensafts einführen lassen. „Mein Vater hat mal von Kulmbacher Sandlerbräu einen kleinen Braukessel erworben, um selbst Bier zu brauen. Doch daraus wurde nie so richtig etwas. Bier haben wir dann nur im eigenen Getränkemarkt verkauft. Jedoch nicht unser eigenes“, erklärt Mach. Damit der Braukessel nicht verstaubt, sollen Bier-Fans aus der Region daran Freude haben.

Beim Kurs darf und muss auch selbst Hand angelegt werden: Christopher Alexander aus Kassel stampft im Getreide herum.

Der Kessel bietet jedenfalls Platz, um 50 Liter Bier zu brauen. Kursteilnehmer werden dabei schrittweise an die Kunst des Bierbrauens herangeführt. „Es ist schon interessant, das alles zu erfahren und selbst ausprobieren zu können“, freute sich der Zierenberger Frank Henkelmann, der mit seinem Sohn Leon an dem Kurs teilgenommen hat. So werden in Machs Kursen Malz geschrotet, Flaschen gewaschen und sogar ein spezielles Etikett entworfen, um dem fertigen Produkt, das etwa sechs Wochen nach dem Kurs fertig ist, einen Namen zu geben. Die Teilnehmer dieses Kurses entschieden sich für den Namen „Schwälmer Freudestrunk“.

Mach trägt den Ehrentitel „Botschafter der Bierkultur“, den er sich in einer Ausbildung erarbeitete, und er teilt sein Wissen gerne mit seinen Mitmenschen. „Es liegt mir sehr am Herzen, die Kunst des Bierbrauens weiter zu verbreiten“, so Mach. Gespannt und aufmerksam hörten auch die acht Teilnehmer aller Altersgruppen zu, stampften, schroteten und stellten Fragen. Immer wieder untermalte Mach die Lehrstunden mit kleinen Anekdoten. So ging es mal um die Anfänge des Bierbrauens oder spezieller Brauarten, aber auch um die aktuelle wirtschaftliche Lage der großen und kleinen Brauereien.

Leonard Mach nimmt die Stammwürze ab, die einen ersten Hinweis darauf gibt, welche Farbe das Bier haben könnte.

Gut gestärkt ging es nach dem Mittagessen an einen der Höhepunkte des Kurses: die Verkostung spezieller Biersorten. „Vom visuellen Eindruck über den Geruch bis hin zum Geschmack bietet jedes Bier unterschiedliche Erfahrungen“, so Mach. Insgesamt wurden sechs unterschiedliche Biere probiert, an ihnen gerochen und getippt, um welche Sorte es sich dabei handelte.

In ein paar Wochen dürfen die Teilnehmer dann das erste Mal von ihrem selbstgebrauten Bier, dem „Schwälmer Freudestrunk“, kosten. Etwa drei Liter bekommt jeder Teilnehmer.

Weitere Infos zu den Braukursen gibt es unter mach-borken@t-online.de oder telefonisch unter 0172-6524704.

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