B. Braun verstärkt Engagement in Afrika

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Gemeinsam beim 2. German-African Business Summit: (v.li.) B. Braun-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Felix Mutati (Finanzminister der Republik Sambia), Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Dr. Volker Treier (stellv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags).

Melsunger Medizinbedarfsunternehmen beliefert die senegalesische Regierung mit Produkten für 20 Dialysezentren. Damit können in den nächsten zwei Jahren weitere 360.000 Behandlungen ermöglicht werden.

Melsungen/Afrika. In seiner Funktion als Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) hat Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender des nordhessischen Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen B. Braun, Anfang Februar den 2. German-African Business Summit (GABS) eröffnet. Der GABS fand vom 8. bis 10. Februar in Nairobi/Kenia statt.

Rund 500 Entscheider aus Politik und Wirtschaft, darunter auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die kenianische Außenministerin Amina Mohamed und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, waren zusammengekommen, um über die Chancen und Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent zu diskutieren.

„Ich hoffe, dass durch diesen deutsch-afrikanischen Wirtschaftsgipfel wertvolle Partnerschaften und Projekte angeregt wurden und wir ein Signal für mehr Engagement von deutschen Unternehmen in Afrika aussenden konnten“, sagte Prof. Dr. Heinz-Walter Große nach der Veranstaltung.

 „Deutschland kann politisch wie wirtschaftlich von der Dynamik des afrikanischen Kontinents profitieren und mit seiner Technologie und seinem Wissen afrikanischen Partnern wichtige Instrumente an die Hand geben, lokale Entwicklungsherausforderungen in Chancen zu verwandeln“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Deutsche Unternehmen müssten jedoch vermehrt den Aufbau von Wertschöpfung vor Ort vorantreiben, forderte Große. 2.500 deutsche Unternehmen machen Geschäfte mit Afrika, nur 1.000 davon sind jedoch vor Ort und praktisch keiner erzielt mehr als zwei Prozent seines Gesamtumsatzes auf dem Kontinent.

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EXTRA INFO

B. Braun: Schon seit mehr als 60 Jahren in Afrika vertreten

B. Braun ist bereits seit mehr als 60 Jahren auf dem Kontinent aktiv und exportiert Medizinprodukte in nahezu alle Länder Afrikas. Zudem hat das Unternehmen Tochtergesellschaften mit insgesamt 780 Mitarbeitern in Südafrika und Kenia.

B. Braun erzielt derzeit rund 100 Millionen Euro Umsatz in Afrika, etwa eineinhalb Prozent des Konzernumsatzes. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen mit der Akquisition zweier Produktionsstätten für Händedesinfektionsmittel und Infusionslösungen sein Engagement in Südafrika verstärken.

Auch im Provider- und Produktgeschäft im Bereich der Dialyse ist B. Braun bereits in Afrika aktiv. So versorgte das Unternehmen 2016 regelmäßig gemeinsam mit Partnern in Südafrika, Libyen, Angola, Sambia und an der Elfenbeinküste ca. 7.000 Patienten.

Darüber hinaus beliefert B. Braun die senegalesische Regierung mit Produkten für 20 Dialysezentren. Damit können in den nächsten zwei Jahren weitere 360.000 Behandlungen ermöglicht werden.

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