B. Braun will Werksgelände der ehemaligen Spangenberger Druckerei Schreckhase kaufen

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Die B. Braun Melsungen AG plant ein neues Werk in Spangenberg zu eröffnen. Mit dem Areal der eheamligen Druckerei Schreckhase hat man nach Angaben des Unternehmens den passenden Ort dafür gefunden.

Die B. Braun Melsungen AG plant den Kauf des Werksgeländes der ehemaligen Druckerei Schreckhase in Spangenberg. Hier soll mittelfristig ein Kompetenzzentrum für Mechatronik entstehen.

Melsungen/Spangenberg. Im Frühjahr 2017 meldete die alteingesessene Spangenberger Druckerei Schreckhase Involvenz an. Im September musste schließlich allen Mitarbeitern des 1971 gegründeten Familienunternehmens gekündigt werden. Seitdem ist das Firmenareal ungenutzt. Das soll sich jedoch schon bald wieder ändern.

Denn wie die B. Braun Melsungen AG am Mittwoch mitteilt, übernimmt der Melsunger Konzern das Werksgelände in der Nachbarkommune. Man habe sich am Montag mit dem Insolvenzweralter über den Kauf einigen können.

Das Gelände ist 47.000 Quadratmeter groß und liegt in direkter Nachbarschaft zum bisherigen B. Braun Werk in Spangenberg (Werk B). „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis unserer Gespräche und sind zuversichtlich, dass die weitere Übernahme der Immobilie problemlos möglich ist“, sagt Manfred Herres, Werkleiter B. Braun Avitum. Aufgrund der besonderen rechtlichen Situation müssten auf beiden Seiten noch Gremien zustimmen.

Manfred Herres, Werkleiter B. Braun Avitum.

Laut den Planungen will die Sparte B. Braun Avitum das Gelände und die Gebäude nutzen, um ihre Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Damit würde das neue Werk Spangenberg zukünftig in den täglichen Lieferverbund Werk C und Werk W integriert. Das neue Werk soll nach Angaben von B. Braun die Fertigungsverantwortung für mechatronische Komponenten übernehmen und mittelfristig zum Kompetenzzentrum für Mechatronik ausgebaut werden.

„Der neue Standort ist eine große Chance für uns“, freut sich Projektleiter Axel Roddewig. „Als Erstes wollen wir den Standort baulich fit machen. Die großen und freitragenden Hallen ermöglichen es, unsere Produktionsabläufe kunden- und wertstromorientiert auszurichten.“ Ziel sei, schnellstmöglich erste Komponenten vor Ort produzieren und liefern zu können.

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