Vivian Groppe sichert sich auf 60 Meter Bestzeit

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Vivian Groppe (v. li.), die im ersten 60m-Vorlauf glänzend mit Carolin Schlung, Deutschlands schnellster Schülerin, mithielt.

Die ers­ten Meisterschaften für den Hessischen Leichtathletik-Verband wurden für die Jugend der U20 sowie der U16 in Hanau ausgetragen.

Melsungen/Hanau. Obwohl in dem einen oder anderen Wettbewerb die Teilnehmerfelder recht dünn gesät waren, gab es insgesamt gute Leistungen. Auch die reibungslose Organisation sorgte dafür, dass diese Titelkämpfe noch lange in ihrer Erinnerung bleiben werden.

Alwin Wagner hatte in der Vorbereitung für diese Titelkämpfe mit drei Medaillen gerechnet, aber der Melsunger Trainer konnte nach diesen beiden Tagen nur einen verhaltenen Optimismus verbreiten.

Bedingt durch die Weihnachtsferien und durch gesundheitliche Probleme gingen nur sechs Nachwuchsathleten der MT Melsungen an den Start. Mit Kugelstoßer Luis André und Langsprinterin Franziska Ebert fehlten zwei potentielle Medaillenanwärter.

Zu den erfreulichen Aspekten aus Melsunger Sicht gehörte der vielversprechende Meis­terschaftseinstand von Vivian Groppe im Sprint der W14. Die 13-Jährige aus Beiseförth, die im Vorjahr bei Alwin Wagner nachfragte, ob sie in der Talentfördergruppe der Melsunger Gesamtschule mittrainieren darf, lief am Ende des Jahres mit 13,79 zum ersten Mal unter 14 Sekunden.

Ihre 60m-Bestzeit aus dem Vorjahr stand bis zum Beginn der Hallensaison bei 8,65 Sekunden. Nachdem in der Vorbereitungsphase die Trainingsschwerpunkte auf die Beschleunigungsphase und Sprintausdauer gelegt wurden, verbesserte sich Vivian beim Saisoneinstand in der Erfurter Halle auf 8,29 Sekunden.

Die strahlende Vivian Groppe mit der Bronzemedaille über 60 Meter.

Eine Woche vor diesen Meisterschaften holte sie sich in Dortmund den 60m-Sieg nach 8,33 Sekunden und konnte somit zuversichtlich nach Hanau fahren.

Da sie mit ihrer 100m-Zeit am Ende der 42-köpfigen Meldeliste stand, musste sie im ersten Zeitvorlauf gegen Carolin Schlung antreten, die bereits mit elf Jahren die 75 Meter in 10,36 Sekunden zurücklegte und im Vorjahr mit 12,46 Sekunden Deutschlands schnellste 100m-Sprinterin vom Jahrgang 2004 war.

Erwartungsgemäß setzte sich die Schüler aus dem Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf mit 8,14 Sekunden durch, aber dahinter qualifizierte sich Vivian Groppe mit persönlicher Bestzeit von 8,25 Sekunden als Zweite für einen der drei Zwischenläufe, wo die beiden nordhessischen Sprinterinnen wieder aufeinandertrafen.

Das mit Spannung erwartete 60m-Finale der W14 wurde im Kampf um die Medaillen zu einer nordhessischen Angelegenheit, weil auf den ersten vier Plätzen nur Sprinterinnen aus der nordhessischen Region landeten.

Mit 7,99 Sekunden wurde Carolin Schlung ihrer Favoritenrolle gerecht und lief der Konkurrenz klar davon.

Sophia Schiffmann, die im Vorjahr als Ranglisten-Dritte in Hessen über 75 Meter mit 10,04 Sekunden geführt wurde, verbesserte sich als Vizemeisterin auf 8,08 Sekunden. Aber danach setzte Vivian Groppe mit der Bronzemedaille ihr nächs­tes Ausrufezeichen.

Zum dritten Mal an diesem Tag stellte sie eine persönliche Bestzeit auf und machte mit 8,20 Sekunden den größten Sprung nach vorn. Melina Höfer aus Oberrodenbach, die bereits im Vorjahr im Finale der W14 stand und mit 8,14 Sekunden gemeldet war, belegte hinter Yafali Arzu (Bauna­tal, 8,33) und Katharina Altlay (Enkheim, 8,34) mit 8,36 Sekunden nur Rang sechs.

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