Bürger kämpfen mit Unterschriftenaktion für Erhalt des Melsunger Krankenhauses

Auf dem Melsunger Marktplatz: Volker Wagner, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreis des Klinikums Melsungen e. V., übergibt Vize-Landrat Jürgen Kaufmann 5.301 Unterschriften, von Bürgern, die für den Erhalt der Asklepios-Klinik in Melsungen kämpfen.
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Auf dem Melsunger Marktplatz: Volker Wagner, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreis des Klinikums Melsungen e. V., übergibt Vize-Landrat Jürgen Kaufmann 5.301 Unterschriften, von Bürgern, die für den Erhalt der Asklepios-Klinik in Melsungen kämpfen.

Über 5.000 Unterschriften hat der Freundes- und Förderkreis des Klinikums Melsungen gesammelt und an Vizelandrat Jürgen Kaufmann übergeben.

Melsungen. „Die Menschen in der Region haben hier ein wichtiges Zeichen für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis gesetzt“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann bei der Übergabe der Unterschriftenliste für den Erhalt der Grund- und Regelversorgung am Notfallstandort Melsungen.

Die Unterschriftenaktion wurde vom Freundes- und Förderkreis des Klinikums Melsungen e. V. ins Leben gerufen, als Reaktion auf die unklare Entwicklung des Klinikstandorts seitens des Klinikbetreibers Asklepios. Die Übergabe erfolgte kürzlich auf dem Melsunger Markplatz durch Volker Wagner, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises, im Beisein von Bürgermeister Markus Boucsein. 5.301 Bürgerinnen und Bürger aus dem Altkreis Melsungen haben ihre Unterschrift geleistet, die Vizelandrat Jürgen Kaufmann nun persönlich bei nächster Gelegenheit Vertretern des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration weiterleiten und erneut das Gespräch suchen wird.

Der Krankenhausplan des Landes Hessen, der im Juni dieses Jahres verabschiedet wurde, weist für den Klinikstandort Melsungen sowohl für die Innere Medizin als auch für die Chirurgie Hauptabteilungen aus und sieht auch geriatrische Versorgung sowie Intensivbetten für die Notfallversorgung vor. „Aktuell ist eine Notfallversorgung in Melsungen jedoch faktisch nicht mehr gegeben. Wir können es den Bürgerinnen und Bürgern aus der Melsunger Region nicht zumuten, im Notfall weite Wege auf sich nehmen zu müssen und damit kostbare Zeit zu verlieren“, so Vizelandrat Jürgen Kaufmann.

Der Klinikbetreiber hatte in der jüngeren Vergangenheit Umstrukturierungsmaßnahmen vorgenommen, die das Versorgungsangebot in Melsungen einschränken. „Die Bürgerinnen und Bürger haben es verdient, dass ihre Aktion Beachtung in Wiesbaden findet. Als Gesundheitsdezernent des Schwalm-Eder-Kreises sage ich: Wir brauchen zwingend auch zukünftig eine medizinische Grund- und Regelversorgung am Notfallstandort Melsungen“, so Erster Kreisbeigeordneter Kaufmann.

„Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass die medizinische Notfallversorgung flächendeckend im Kreisgebiet gewährleistet ist. Deshalb muss jetzt ein klares Signal aus Wiesbaden an den Klinikbetreiber gesendet werden. Diese Hängepartie am Standort Melsungen muss ein Ende nehmen“, sagte Vizelandrat Jürgen Kaufmann abschließend.

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