Bürgermeisterwahl in Fritzlar: Im Gespräch mit Hartmut Spogat

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Vor der Wahl im Gespräch mit Bürgermeister Spogat.

Am 28. Januar tritt Bürgermeister Hartmut Spogat (CDU) an, um sich von den Fritzlarern für eine zweite Amtszeit zum Bürgermeister wiederwählen zu lassen. Gegenkandidat ist Gert Rohde (Freie Wähler).

Von KARSTEN KNÖDL und VANESSA VON LENGERKEN.

Fritzlar. Wir haben im Vorfeld der Wahl mit beiden Kandidaten gesprochen. Hier unsere Fragen an Hartmut Spogat und dessen Antworten darauf:

HN: Herr Spogat, wenn Sie auf die vergangenen sechs Jahre zurückschauen: Könnten Sie uns drei Dinge nennen, von denen Sie sagen, „das, was ich/was wir da erreicht haben, war besonders wichtig für Fritzlar“?

Spogat: Da in den vergangenen knapp sechs Jahren viel erreicht wurde, kann ich mich nicht auf drei Projekte oder Vorhaben beschränken. Ich könnte eine Vielzahl nennen, dennoch benenne ich nur wichtige Teilbereiche. Nachhaltig war für mich, die zehn Stadtteile in das Dorfentwicklungsprogramm ab 2012/2013 aufzunehmen, da öffentliche und private Förderung für die Ortskerne zur Erhaltung der historischen Bausubstanz von Wichtigkeit ist. Drei Dorfgemeinschaftshäuser werden saniert. Den barrierefreien Umbau der „guten Stube Fritzlars“ – dem Marktplatz sowie weiterer Baumaßnahmen von Hund-Gasse, Meydeweg und Ross-Markt, und der Bau von drei neuen Kindergärten. Straßensanierung in der Kernstadt, in Ungedanken und Lohne. Ein Vorzeigeprojekt ist auch der Umbau des Zentralen Busbahnhofes. Außerdem einigen Feuerwehreinsatzabteilungen zwei neue Fahrzeuge auszuliefern.

HN: Und andersherum gefragt und mal selbstkritisch betrachtet: Wovon würden Sie sagen, „das ging gründlich in die Hose“, beziehungsweise „davon hatte ich mir mehr versprochen“ oder „das war falsch“?

Spogat: Die Entscheidung zum Umbau des Museums, mit der schwierigen Fragestellung des Brandschutzes und der Rettungswegesituation, hat sich zeitlich sehr verzögert, sodass wir jetzt unter Hochdruck die Entscheidungen der WI Bank, das heißt des Fördermittelgebers und die Ausschreibungen forcieren müssen. Denn wir wollen alle Fördermittel in Anspruch nehmen.

HN: In Ihrem Wahlflyer bezeichnen Sie sich als „Unser Bürgermeister“ Spüren Sie noch dieselbe Rückendeckung seitens der Fritzlarer wie nach der Wahl 2012?

Spogat: Mehr noch als 2012! Durch meine Präsenz bei den unterschiedlichen Vereinen und Verbänden wird die Verbundenheit mit den Menschen immer größer. Ich bekomme dort auch sehr viele Informationen, die für meine tägliche Arbeit prägend sind.

HN: Für den Fall, dass Sie Bürgermeister bleiben: Was stünde ganz oben auf Ihrer To-Do-Liste? Was sind die vordringlichsten Aufgaben, die in Fritzlar anstehen?

Spogat: Die zügige Planung eines weiteren neuen Kindergartens, Schaffung von mehr Parkflächen, der Bau des Bürgerbüros und Straßensanierungen in Geismar, Rothhelmshausen und Züschen.“

HN: Ihre Kritiker werfen Ihnen vor, dass Sie in Fritzlar „nach Gutsherrenart regieren“. Was entgegnen Sie diesen Kritikern?

Spogat: Solche persönlichen Angriffe haben in der Kommunalpolitik nichts zu suchen, es sind bedauerlichere Versuche der Opposition hin zu Verunglimpfungen. Wir pflegen – wie auch in der Hessischen Gemeindeordnung vorgegeben – eine große Beteiligungs- und Mitbestimmungspraxis. Über die Ortsbeiräte und Fachausschüsse sowie weiterer lokaler Arbeitsgruppen wird sachlich informiert und den unterschiedlichen Argumenten Rechnung getragen. Zuletzt war es eine Initiative der Anwohner am Roten Rain. Es ging um die Anlegung eines Grünstreifens zwischen zwei Baugebieten. Diese Anregung haben wir umgehend umgesetzt und es wurde auch nicht kontrovers diskutiert.“

HN: Abschließend noch: Wenn Sie jemand fragt, was die Stadt Fritzlar und deren Bürger so besonders macht, was antworten Sie ihm?

Spogat: Ich beobachte mit Genugtuung einen großen Stolz zur Geschichte und zu Traditionen in den Stadtteilen und der Kernstadt bei den Bürgern. Dementsprechend groß ist dann erfreulicherweise auch das Einbringen/Engagement in den Vereinen oder in der Dorfgemeinschaft. Das macht unsere Gesamtstadt so lebens- und liebenswert. Zusammenfassend: Heimatverbunden, traditionell und äußerst engagiert.

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