Tag der Bundeswehr: 60.000 staunen bei Flug-Shows in Fritzlar

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Reibungslos und voller Adrenalin: Der „Tag der Bundeswehr“ in Fritzlar hat wohl die Erwartungen aller Zuschauer locker übertroffen.

Von GABRIELA GRAU und JOANNA WIEWIORSKA

Fritzlar."Meine Damen und Herren sind Sie bereit? Der Countdown läuft. Noch drei Minuten bis die Show beginnt!" Nein, der Tag der Bundeswehr wurde nicht etwa vom legendären Boxkampf-Ansager Michael Buffer anmoderiert, sondern von Hauptmann Jörg Nöding. Mit  einer gesunden Prise Selbstironie, viel Humor und Spaß führte der Soldat durch den Tag, der vor allem eines auf dem Programm hatte: Staunen. Rund 60.000 Besucher kamen zu dem Tag der offenen Tür, um sich den militärischen Betrieb mal hinter den Kulissen ganz genau anzusehen.

Dem Himmel so nah

Ihr Blick richtete sich dabei vor allem nach oben: Die Helden in Olivgrün präsentierten ihre fliegenden Gefechtsfahrzeuge. Und dabei brachten sie sogar ihren persönlichen "Tiger" in die Luft – zum "Rocky"-Hit "Eye of the Tiger" lieferte der fliegende Showtänzer eine Kür aus Loopings, Drehungen und Sturzflügen. Doch auch nach Tigers Tanzeinlage blieben tausende Blicke am Himmel haften. Denn: Die Fallschirmjäger aus Stadtallendorf wurden einer nach dem anderen zu kleinen Highlights. Aus 4.000 Metern Höhe und bei zehn Knoten Wind wagten sich die mutigen Springer aus der Libelle. Wer dann aber mit dem Blick wieder auf dem Boden landete, entdeckte, dass die Bundeswehr auch auf dem Land Beeindruckendes zu bieten hat. Besonderer Hingucker: Der auf dem Boden gebliebene 29-Tonnen-Koloss "Transall", der auch von Innen zu besichtigen war, und der 1.500-PS-Panzer "Leopard II". Das Dröhnen der Kampfkatze war ein Erlebnis für alle Sinne.

Dabei bewies die Bundeswehr auch musikalisch viel Humor: Bei kurzem Regen hallte "In the summer time when the weather is fine" aus den Lautsprechern. Der Soundtrack zur Himmels-Action überzeugte mit "Eye of the Tiger", "Free Falling" oder "High".

Gute Organisation mit Herz

Für einen emotionalen Gänsehaut-Moment sorgte der Aufruf, dem 20-jährigen Dominik aus Fritzlar das Leben zu retten. Dominik hat Blutkrebs und hofft auf einen Knochenmarkspender. Die Bundeswehr nutzte ihren Tag, um zu helfen: In einem Zelt der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ließen sich mehr als 300 Besucher typisieren.(Infos und Hilfe unter www.dkms.de/de/dominik-will-leben)

Es war eine rund um gelungene Veranstaltung", resümierte Kapitänleutnant Katharina Ryske. "Unsererseits gab es keine Zwischenfälle und das ist bei der Anzahl an Besuchern ein erfreuliches Ergebnis."  Auch die Polizei war zufrieden, weil sich die zum Parkplatz umfunktionierte A49 als gute Idee bewiesen hat. Das fanden auch die Besucher: "Es ist wirklich gut organisiert. Es gab zwar kurz einen kleinen Stau, aber er hat sich sehr schnell aufgelöst", bestätigte Besucher Andreas aus Geseke.

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