Öfter fahren, seltener stehen: Carsharing startete kürzlich in Malsfeld

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Michael Hanke, Erster Beigeordneter Malsfelds, Uwe Zimmermann von Regio Mobil, Marion Karmann vom Regionalmanagement, Reinhold Hocke, Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik und Ulrich Küthe von Plug’n Charge vor Hockes erster Probefahrt mit dem Elektro-Smart.

Was sich in vielen Städten bereits bewährt hat, soll auch im ländlichen Raum mittelfristig etabliert werden. Aus diesem Grund beteiligt sich die Region Mittleres Fuldatal an einem Carsharing-Projekt. Pilotgemeinde hierfür ist Malsfeld.

Malsfeld. Carsharing – der Trend aus der Stadt kommt aufs Land. „Malsfeld ist für zwei Jahre Pilotgemeinde für das Carsharing-Projekt. Nach 100 Tagen soll eine erste Bilanz gezogen werden“, freut sich Marion Karmann Regionalmanagerin, der Region Mittleres Fuldatal. Anfang Juli wurde das Carsharing offiziell gestartet. Viele Besucher der Eröffnung am Malsfelder Rathaus machten auch sogleich eine Probefahrt mit dem Elektro-Smart, der fortan für Fahrten beim Regionalmanagement gebucht werden kann.

Die Idee dahinter ist, ein Fahrzeug zu haben, das oft gefahren wird, anstatt dass viele Personen in der Umgebung jeweils ein Auto haben, das die meiste Zeit nur steht. „Autos stehen meist 23 Stunden am Tag nur herum. Ein Umdenken muss her, weg vom Statussymbol“, betont Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik. Ulrich Küthe, Vertriebsleiter von Plug’n Charge, die die Ladestation in Malsfeld für den E-Smart angebracht haben, ergänzt: „Es ist nicht alltäglich, dass der Fortschritt auf dem Land stattfindet.“ Weiter erwähnte er den passenderen Begriff Stehzeuge für Fahrzeuge, weil sie dies die meiste Zeit des Tages machen.

„Mit den Elektroautos und den Ladestationen ist es doch wie mit dem Huhn und dem Ei. Die potentiellen Nutzer von Elektroautos schauen auf die Infrastruktur der Ladestationen und die Käufer von Ladestationen auf die Zahl der Fahrer elektrischer Autos“, gibt Küthe zu bedenken. Demnach würde sich das Angebot der Nachfrage anpassen, es brauche nur Zeit.

Ulrich Küthe und Marion Karmann präsentieren die Ladestation von Plug’n Charge, die in einheitlicher Optik aufgebaut wird.

Aktuell kann beim Regionalmanagement (Tel. 05661-927810) eine Fahrt gebucht werden. Die Buchung über eine App oder die Website www.regio-mobil-deutschland.de soll folgen. Dann wird es auch möglich sein, mittels eines extra angebrachten RFID-Chips auf dem Führerschein das Auto auf- und zuzuschließen.

Geladen werden soll das Auto vorerst nur an der bislang kostenlosen Ladestation in Malsfeld. Für die Fahrten werden 22 Cent pro Kilometer sowie ein Stundenpreis von 1,50 Euro berechnet. Die einmalige Registrierung samt Chip kostet 5 Euro. Im Schadensfall ist der Nutzer Vollkasko versichert – mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro.

Mehr Infos zu den Konditionen des Carsharings gibt es ebenfalls auf der Website oder direkt beim Regionalmanagement.

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