Charline Kohlhase, Azubine zur Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Guxhagen, erzählt von ihrem Job

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Charline Kohlhase kümmert sich unter anderem um die Post im Rathaus Guxhagen.

20-Jährige räumt mit dem Klischee auf, auf den Ämtern würde zwei Stunden lang Mittagspause gemacht: „Normal sind 30 Minuten. Danach wird gleich weitergearbeitet.“

Guxhagen. Auf der einen Seite das Grün, auf der anderen ein weiter Blick über Guxhagen und die am Rathaus entlang fließende Fulda. Charline Kohlhase startet bald in ihr drittes Ausbildungsjahr als Verwaltungsfachangestellte und nutzt den Ausblick der Büros gerne als Entspannung. Aktuell arbeitet sie in der Haupt- und Finanzabteilung des Rathauses. „Morgens gehe ich immer die Post holen, drucke Kontoauszüge und verteile die Dokumente dann an die entsprechenden Abteilungen“, erklärt die 20-Jährige. Im Anschluss werden mit der Kollegin Rechnungen erfasst.

Aber auch Außentermine nimmt sie wahr: „Vor Kurzem habe ich einen ganzen Tag auf dem Campingplatz verbracht und alle Daten der Stromzähler aktualisiert sowie neue Schilder angebracht“. Vor der Ausbildung besuchte sie die Gesamtschule Guxhagen und die Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen. Während der Schulzeit war nur ein Praktikum vorgesehen, das Kohlhase 2012 an ihrem heutigen Arbeitsplatz absolvierte. „Mir wurde damals gesagt, dass ich mich gerne später im Rathaus bewerben kann. Da ich schon früh wusste, dass ein Job im Büro das Richtige für mich ist, nahm ich die Chance wahr“, freut sich Kohlhase diese Entscheidung getroffen zu haben.

Das hilfreiche Nachschlagewerk für alle Azubis in der Verwaltung: Die Vorschriftensammlung für die Aus- und Fortbildung der Verwaltung in Hessen.

Circa monatsweise wechselt die Azubine die Abteilungen durch. „Ich war schon im Ordnungs- beziehungsweise Personalamt und auch im Einwohnermeldeamt.“ Dort schrieb sie Zu- und Absagen für Bewerber und erstellte die digitalen Vorlagen für Personalausweise und Reisepässe. Beim Bauamt war Kohlhase zwar noch nicht, bearbeitete aber bereits einzelne Aufträge. „Hier wird es auf keinen Fall langweilig“, lacht die Albshäuserin.

Auch mit dem Klischee, auf den Ämtern würde zwei Stunden lang Mittagspause gemacht räumt sie auf: „Normal sind 30 Minuten. Danach wird gleich weitergearbeitet.“ Außerdem kümmert sie sich um die Digitalisierung der Info-Ecke des Bürgermeisters im Dorfblatt und archiviert Zeitungsartikel über Guxhagen. Zumindest wenn sie nicht wie bisher ein bis zwei Mal pro Woche die Berufsschule in Homberg besucht oder ab September zwei bis drei Mal pro Woche nach Kassel zu Verwaltungsseminaren fährt. „Bisher hatte ich Fächer wie Politik, Deutsch und Wirtschaft. Im dritten Jahr gibt es neben Politik dann Verwaltungsrecht, Personalrecht und Bürgerorientierung.“

Als Leistungskurse in der Schule belegte sie Politik & Wirtschaft sowie Englisch. „Deutsch lag mir schon immer. Als LK’s empfand ich aber die Kombination aus PoWi und Englisch als sinnvoller für mich. Englisch kann man überall gebrauchen und PoWi half definitiv als Grundlage“, erzählt Kohlhase begeis­tert. 2017 half die Azubine bei den Bundestagswahlen und seitdem sitzt sie auch im Ortsbeirat ihres Heimatortsteiles als Schriftführerin.

Doch für all die Arbeit muss sie auch viel lernen. Als Nachschlagewerk dient etwa die Vorschriftensammlung für die Aus- und Fortbildung der Verwaltung in Hessen – ein sehr papierreiches Nachschlagewerk für alle wichtigen Paragraphen. Innerhalb des Werkes markierte die Azubine viele Stellen farbig und zum schnelleren Nachschlagen versah sie einzelne Seiten noch mit Klebezetteln in derselben Farbe.

„Bei mir hat alles System“, sagt die Azubine zufrieden – sowie ihr sortierter Schreibtisch auf dem eine Pflanze in Grün und Pink neben Akten und Papierstapeln für Farbe sorgt. „Ein bisschen Farbe muss einfach sein.“

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