Vom 10. April bis 2. Mai in Fritzlar: Malteser Kurs „Demenzerkrankte verstehen und begleiten“

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Wenn Menschen an Demenz erkranken, stellt das die Familie vor große Herausforderungen. Und auch Pflegekräfte in Senioreneinrichtungen brauchen Fachwissen, um Menschen mit Demenz wertschätzend zu betreuen und aktiv zu fördern.

Der Kurs richtet sich nicht ausschließlich an Pflegekräfte, sondern auch an Angehörige und pflegende Angehörige.

Fritzlar. Die Angehörigen merken es oft zuerst: Wenn Eltern oder Großeltern zunehmend stark vergesslich werden, wenn sie häufig Menschen in ihrem Umfeld verwechseln und immer mehr in ihrer eigenen Welt zu leben scheinen. Die Rede ist von Demenz. Wenn Menschen an Demenz erkranken, stellt das die Familie vor große Herausforderungen. Und auch Pflegekräfte in Senioreneinrichtungen brauchen Fachwissen, um Menschen mit Demenz wertschätzend zu betreuen und aktiv zu fördern.

Deshalb bieten die Malteser Nordhessen vom 10. April bis 2. Mai den Kurs „Demenzerkrankte verstehen und begleiten“ an. Kursleiterin Susanne Schake-Spohr erklärt: „Demenz ist ein fortschreitender Prozess. Wenn man demenzielle Veränderungen früh erkennt, kann man den Menschen gezielt helfen und eine Verschlechterung des Zustands verhindern.“ Im Kurs erlernen die Teilnehmer, mit welchen Methoden Demenzerkrankte individuell gefördert werden können – zum Beispiel mit Musik. Das Erinnern etwa an alte Volks- und Wanderlieder aktiviert Senioren intuitiv und trägt damit zum Leben im Hier und Jetzt bei.

Susanne Schake-Spohr ist bereits seit zehn Jahren Ausbilder­in für Sozialpflegerische Kurse der Malteser Nordhessen. Die gelernte Krankenschwester weiß, dass Unsicherheit und fehlendes Verständnis häufig zu Problemen im Umgang mit Demenzerkrankten führen. „Aus diesem Grund richtet sich der Kurs nicht ausschließlich an Pflegekräfte, sondern es sind auch Angehörige und pflegende Angehörige unter den Kursteilnehmern, die Hilfestellungen im Umgang mit ihren demenzerkrankten Verwandten suchen“, berichtet Susanne Schake-Spohr.

Wie geht man beispielsweise damit um, wenn man als Pflegekraft für das kleine Enkelkind gehalten und ständig über die Wange gestreichelt oder auch beschimpft wird? Wie tritt man aggressivem Verhalten angemessen und mit Wertschätzung gegenüber? Oder was kann man dem „Rückzug nach Innen“ entgegensetzen? „Gerade für pflegende Angehörige, die quasi rund um die Uhr zu Hause einen demenzerkrankten Angehörigen betreuen, ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen, sich bewusst Auszeiten zu verschaffen und bei Bedarf Unterstützungsangebote wahrzunehmen“, betont Susanne Schake-Spohr.

Wichtig für Berufseinsteiger und Berufstätige im Pflegebereich: Wer sich weiter qualifizieren möchte, kann bei den Maltesern zusätzliche Kursmodule belegen und das Qualifikationsziel „Betreuungsassistent nach § 53c SGB XI“ erreichen. Informationen zu Anmeldung und Kurskosten erteilen die Malteser Nordhessen unter: 05622-999011.

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