Die Angst geht um

Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizei in Homberg, sagt: „Wir gehen jedem Hinweis nach! Aber wir bitten auch darum, keine Falschmeldungen zu verbreiten und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen.“
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Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizei in Homberg, sagt: „Wir gehen jedem Hinweis nach! Aber wir bitten auch darum, keine Falschmeldungen zu verbreiten und sich nicht an Spekulationen zu beteiligen.“

In Nord- und Osthessen: Zahlreiche Pferdebesitzer melden Personen, die ihre Tiere fotografieren

Von KARSTEN KNÖDL

Region. Nord- und osthessische Pferdebesitzer haben Angst um ihre Pferde. Sind aktuell in der Region tatsächlich Pferdediebe unterwegs, die es auf die wertvollen Vierbeiner abgesehen haben? Fast möchte man diesen Eindruck gewinnen. Denn in der vergangenen Woche gab die Polizei in gleich mehreren Landkreisen nahezu gleichlautende Pressemitteilungen heraus.

Hier eine davon: „In Frielendorf-Allendorf fielen am Dienstagabend einer Reiterin in der Reitanlage an der Dorfstraße zwei Männer auf, die sich dort verdächtig umschauten. Nachdem sie die beiden Männer fragte, ob sie ihnen helfen könne, liefen die beiden sofort zu einem in der Nähe stehenden grauen Toyota und fuhren davon. Das Fahrzeug wurde später noch mehrmals im Bereich der Reitanlage gesehen. Es handelt sich um einen grauen Toyota RAV 4 mit dem polnischen Kennzeichen WT-72218.“

Oder diese hier: „In der vergangenen Woche wurden der Polizei im Landkreis Fulda vermehrt Personen gemeldet, die sich im Bereich von Pferdekoppeln aufhielten und offensichtlich Fotos von Tieren fertigten.“

Dazu sagt Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizei in Homberg folgendes: „Wir, beziehungsweise die Kollegen in Fulda, gehen diesen Hinweisen natürlich nach. Allerdings werden aktuell über die Sozialen Medien und Messenger Dienste leider verschiedene Falschmeldungen verbreitet, die jeglicher Grundlage entbehren. Das ist reine Panikmache. Diese Falschmeldungen verunsichern andere Pferdebesitzer und sind für unsere Arbeit kontraproduktiv.“

Ein Beispiel aus Facebook: „Es sind Pferdediebe unterwegs. Im Moment im Landkreis Fulda. Sie fahren einen weißen Van, vermutlich einen Peugeot oder einen Fiat. Sie fuhren gestern an meiner Koppel vorbei und fotografierten. Es sind schwarzhaarige Männer mit Oberlippenbart und einem dunklen Teint. Gesehen wurden sie noch in drei anderen Ortsteilen, die zum Kreis Fulda gehören. Das Kennzeichen habe ich auch, gebe es aber nur über PN raus. Die Polizei weiß Bescheid. Wenn jemand was sieht, dort anrufen.“

Tatsächlich hat die Polizei im Landkreis Fulda und auch im Vogelsbergkreis – nachdem in der vergangenen Woche Hinweise aus den Gemeinden Kalbach, Ebersburg und Neuhof auf in der Nähe von Pferdekoppeln fotografierenden Personen eingegangen waren – Personen und Fahrzeuge kontrolliert. „Dabei haben sich allerdings keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, die auf einen bevorstehenden Diebstahl hindeuten. Generell sind uns aktuell auch keine Fälle von Pferdediebstählen bekannt geworden“, heißt es vom Polizeipräsidium Osthessen.

Deshalb bittet auch Markus Brettschneider nochmal eindringlich darum, keine Gerüchte in die Welt zu setzen. „Für gesicherte Informationen sollte man den Social Media Kanälen der Polizei folgen“, so der Pressesprecher. Aber: „Falls jemand etwas Verdächtiges feststellt, soll er dies in jedem Fall auch weiterhin melden. Wir gehen jedem Hinweis nach.“

Entspannt laufen diese Pferde mit ihrem Nachwuchs über die Koppel. Der Polizei sind derzeit keine Pferdediebstähle bekannt.

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