Drillinge für Onni: Wildpark Knüll präsentiert den Bärennachwuchs

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Anfang dieser Woche meldete der Wildpark Knüll, dass Bärin Onni erneut Nachwuchs bekommen hat. Jetzt haben die Wildpark-Verantwortlichen das Bären-Trio vorgestellt.

Homberg-Allmuthshausen. Nachdem der Wildpark Knüll in den vergangenen Wochen und Monaten mit flüchtigen Wölfen und Luchsen ungewollt überregionale Aufmerksamkeit erhielt, konnte das Team um Wildpark-Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich Anfang dieser Woche eine freudige Nachricht verkünden: Bärenmutter Onni hat wieder Nachwuchs bekommen – und zwar gleich dreifachen (wir berichteten).

Auf einer Pressekonferenz gaben Fröhlich und Landrat Winfried Becker am Freitag weitere Informationen zu den jüngsten Bewohnern des Wildparks. Am 6. Februar seien die drei Bären von Mitarbeitern des Tierparks entdeckt worden. „Das war für uns alle eine große Überraschung, selbstverständlich eine positive“, betont Fröhlich.

Damit hat Bärenmama Onni abermals, trotz Verhütungsmaßnahmen, Junge bekommen. „Die Verhütungsmaßnahmen werden immer vor der Winterruhe durchgeführt. Anders als bei einer Sterilisation, ist bei der Verhütung jedoch nicht hundertprozentig auszuschließen, dass es zu einer Schwangerschaft kommt“, erklärt der Wildpark-Leiter.

Traurige Schicksale in der Vergangenheit

Bereits zum vierten Mal haben die Bären Balu und Onni für eine derartige Überraschung gesorgt (siehe EXTRA-INFO). Nach den Drillingen 2010, sollten den Nachwuchs 2012, bei dem alle drei Bärenkinder kurz nach der Geburt starben, und Bärin Alexa (2015), die nur knapp drei Jahre alt wurde, jedoch traurige Schicksale ereilen. Dementsprechend vorsichtig ging man beim Kreis mit der Nachricht über den jüngsten Nachwuchs an die Öffentlichkeit.

Stellten den Bärennachwuchs vor: (v. li.) Kerstin Schwab (Leiterin Eigenbetrieb), Sara Engelbrecht (Wildpark), Landrat Winfried Becker, Wildpark-Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich und Pressesprecher Stephan Bürger.

„Alexa ist an einer Blutvergiftung gestorben. Es besteht immer eine gewisse Gefahr“, macht Fröhlich deutlich. Aus Vorfällen bzw. Fehlern der Vergangenheit habe man gelernt. Das gelte vor allem auch für die Sicherung des Geheges, aus dem im Januar die Wölfe fliehen konnten. „Der Zaun wurde nicht nur verstärkt. Auch eine Telefonalarmierung wurde installiert. Sobald ein Spannungsabfall registriert wird, werden alle Mitarbeiter auf ihrem Diensthandy darüber informiert“, sagt der Wildpark-Leiter.

Jungbären voraussichtlich ab April im Freien unterwegs

Wenn sich die Tiere normal entwickeln, könnten Besucher damit rechnen, die kleinen Bären im April zu Gesicht zu bekommen. „Sie werden sich dann erst einige Zeit im Vorgehege aufhalten, bevor sie zu Vater Balu und den Wölfen können“, erklärt Fröhlich.

Zwischen zwei und vier Jahre blieben die Tiere bei ihrer Mutter, dann werde es jedoch auch Zeit für die Bären, zu gehen. „Wir haben Platz für drei erwachsene Bären. Im Idealfall möchten wir jedoch alle abgeben“, sagt Fröhlich. Bärennachwuchs sei gefragt. Der Wildpark Knüll sei einer der wenigen Parks in Deutschland, die noch Nachwuchs bekämen. „Das liegt daran, dass Onni noch nicht sterilisiert ist“, so der Leiter.

Die Betonung liege jedoch auf „noch“, machte Landrat Winfried Becker deutlich: „So sehr wir uns über den Nachwuchs freuen, werden wir uns in Zukunft noch einmal intensiv mit dem Thema Sterilisation auseinandersetzen.“ Wer dem Kreis und dem Wildpark ein lukratives Geschäft mit den Bären nachsagen wolle, sei jedenfalls auf dem Holzweg. „Wir verdienen mit unserem Nachwuchs kein Geld. Die Tiere werden kostenlos an andere Parks vermittelt“, betont Becker.

EXTRA-INFO

Die Bärengeburten

• 2010: Geburt der Drillinge Luna, Dakota (beide im Zoo Eberswalde) und Arkas (Tierpark Stadt Haag)

• 2012: Geburt von drei Bären; ein Junges kurz nach der Geburt verstorben – nur wenige Zeit später mussten die anderen beiden eingeschläfert werden, weil sie von der Mutter nicht ausreichend versorgt wurden.

• 2015: Geburt von Alexa – gestorben im November 2017 an einer Blutvergiftung

• 2019: Geburt von Bären-Drillingen.

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