Eine halbe Milliarde mehr: B. Braun steigert Umsatz um 563 Millionen Euro

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Das B. Braun-Werk in den Melsunger Pfieffewiesen.

"2019 war ein anspruchsvolles Jahr", sagt die Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun, während der am Freitagvormittag, 27. März, virtuell abgehaltenen Bilanz-Pressekonferenz. Mit einem um 563 Millionen gestiegenen Umsatz und Investitionen von 1.259 Millionen Euro zieht B. Braun eine positive Bilanz.

Melsungen. Mit 563,2 Millionen Euro mehr – im Vergleich zu 2018 – beendete die B. Braun-Gruppe das Geschäftsjahr 2019. Der Gesamtumsatz stieg um 8,2 Prozent auf 7.471,3 Millionen Euro (2018: 6.908,1 Millionen Euro).

„2019 war ein anspruchsvolles Jahr, in dem wir sehr erfolgreich unsere Produkte und Dienstleistungen im Markt platzieren konnten“, sagte die Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun in Melsungen im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz am Freitag, 27. März. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Pressekonferenz zum ersten Mal virtuell statt. Gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Annette Beller präsentierte Braun die zahlen. Das EBITDA – der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – betrug 1.079,1 Millionen Euro (Vorjahr: 952,5 Millionen Euro), das Ergebnis vor Steuern 400,2 Millionen Euro. Das sind 51,4 Millionen Euro weniger, als zum Vorjahr (451,6 Millionen Euro). „Das Ergebnis ist im Rahmen der Erwartungen“, so Braun. Es sei belastet durch Anlaufkosten in neuen Werken sowie durch höhere Produktionskosten an Standorten in den USA und Deutschland, die vor allem durch steigende regulatorische Anforderungen entstanden seien. „Wir wollen digitale Technologien nutzen, um Produkte und Therapien sicherer zu machen, aber auch um bei internen Prozesse effizienter zu werden“, erläuterte die Vorstandvorsitzende weiter. „Mit Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit wollen wir die Zukunft des Unternehmens gestalten, um auch weiterhin die Gesundheit von Menschen auf der ganzen Welt zu schützen und zu verbessern.“

Die Entwicklung der Sparten

Die Sparte „Hospital Care“ steigerte den Umsatz um 6,8 Prozent auf 3.343,0 Millionen Euro (Vorjahr: 3.131,1 Millionen Euro). Aus Produktsicht sorgten unter anderem der Vertrieb von automatischen Infusionssystemen und die Zubereitung individueller Ernährungslösungen für Patienten für die Umsatzsteigerungen.

Die Sparte „Aesculap“ erzielte einen Umsatz von 1.968,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1.824,4 Millionen Euro) und lag damit 7,9 Prozent über dem Vorjahr. Insbesondere die Geschäftsfelder Interventionelle Therapie und Sterilgutmanagement verzeichneten ein starkes Wachstum.

Die Sparte „Out Patient Market“ erreichte einen Umsatz von 917,3 Millionen Euro (Vorjahr: 840,9 Millionen Euro) und erzielte damit eine Steigerung von 9,1 Prozent zum Vorjahr. Eine starke Entwicklung zeigte sich im Bereich Hygienemanagement und mit Produkten der urologischen Versorgung.

Der Umsatz der Sparte „B. Braun Avitum“ steigerte sich im Berichtsjahr um 11,8 Prozent auf 1.210,1 Millionen Euro (Vorjahr: 1082,3 Millionen Euro). Zur deutlichen Steigerung trug das Exportgeschäft ebenso bei, wie die 380 Dialysekliniken, in denen rund 33.000 Patienten versorgt werden.

Die Entwicklung in den Regionen

Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun: " 2019 war ein anspruchsvolles Jahr."

In Deutschland war die Entwicklung mit einer Wachstumsrate von 3,9 Prozent stabil. Im übrigen Europa (ohne Deutschland) erzielte der B. Braun-Konzern eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent. In der Region Asien-Pazifik steigerte B. Braun den Umsatz um 10,5 Prozent. Wachstumstreiber seien hier China, Indonesien, die Philippinen und Südkorea. In der Region Lateinamerika erhöhte sich der Umsatz in lokalen Währungen um 9,1 Prozent. In Nordamerika lag der Umsatz mit 13,4 Prozent deutlich über dem Vorjahr. In der Region Afrika und Naher Osten betrug das Wachstum in lokalen Währungen 12,8 Prozent.

Investitionen weiter auf hohem Niveau

Im Jahr 2019 investierte B. Braun 1.259 Millionen Euro in den Ausbau beziehungsweise Ersatz von Produktionsstätten sowie in Forschung und Entwicklung. So erweiterte das Unternehmen sein Kerngeschäft, zum Beispiel durch den Umbau eines Standortes in Berlin, durch die Automatisierung der Nahtmaterial-Fertigung in Spanien und den Ausbau der Produktion von Kontinenz-Produkten in Frankreich. Das Investitionsprogramm in den USA wurde vorangetrieben und das Netz an Dialysezentren vergrößert.

Mehr als 64.000 Mitarbeiter weltweit

Bis zum Ende des vergangenen Jahres waren 64.585 Menschen bei B. Braun beschäftigt. Eine Steigerung von 1,6 Prozent zum Jahr 2018 (63.571 Mitarbeiter). In Deutschland arbeiteten am Jahresende 15.828 Menschen bei B. Braun – ein Plus von 0,9 Prozent. Neue und erweiterte Produktionen erhöhten die Zahl an Arbeitsplätzen ebenso wie die Gründung von Vertriebsgesellschaften und Dialysezentren. Eine gute Ausbildung sei essentiell für die Zukunft des Unternehmens, so Braun. Aus diesem Grund bildet B. Braun zurzeit in Deutschland 802 Menschen in 26 verschiedenen Berufen aus. 91 Auszubildende besuchen neben ihrer Ausbildung eine Hochschule oder Berufsakademie. Neben Deutschland bildet B. Braun in Brasilien, Malaysia, Polen, in der Schweiz und Vietnam insgesamt 303 junge Menschen aus. „Unser Unternehmen lebt von der Vielfalt unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Diese Vielfalt macht uns stark und sichert die Zukunft von B. Braun“, so die Vorstandsvorsitzende.

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