Einfach mies: Armbrust-Attacke war vorgetäuscht

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Vergangene Woche vesetzt ein angeblicher Armbrust-Schütze Melsungen und Region in Angst, jetzt findet die Polizei heraus: Den Angriff gab es nie.

Melsungen. Diese Melsunger legten alle rein, weil sie Angst vor der Polizei hatten: Vergangene Woche berichteten verängstigte Bewohner über einen angeblichen Armbrust-Schützen. Sogar die Rede vor einem Serientäter machte über soziale Netzwerke die Runde - und schürte die Angst.

Schützen-Story ausgedacht

Die Polizei ermittelte wegen gefährlicher Körperverletzung und fand nun heraus: Der Überfall hat niemals stattgefunden. Die der Polizei am 14. September aufgetischte Story: Ein 34-jähriger Melsunger ging angeblich an dem Tag gegen 21 Uhr zusammen mit einem 21-jährigen Freund die Franz-Gleim-Straße in Richtung Lindenbergstraße entlang. Plötzlich sei ihnen eine dunkel gekleidete Person mit einer kleinen Armbrust entgegen gekommen.

Diese Person habe sich vor den 34-Jährigen gestellt und anschließend aus etwa zwei Metern Entfernung gezielt eine Kugel auf den Melsunger abgeschossen. Hierdurch wurde der 34-Jährige am Kopf getroffen und erlitte eine blutende Wunde. Der angeblich unbekannte Täter flüchtete in Richtung Dreuxallee.

Armbrust bei Party-Spielchen ausgelöst

Im Rahmen der Ermittlungen, welche von der Kriminalpolizei in Homberg übernommen wurden, kam jetzt heraus, dass die Armbrust-Attacke der Fantasie des angeblichen Opfers entspringt. Der 34-Jährige verletzte sich während einer kleinen Feier in Melsungen. Der Armbrustschuss löste sich in der Wohnung eines 33-Jährigen, als die Feiernden mit einer Armbrust hantierten. "Aus Angst vor der Polizei, hat man sich die Geschichte mit dem unbekannten Schützen ausgedacht. Die Armbrust haben wir sichergestellt", sagt Polizeisprecher Markus Brettschneider.

Die weiteren Ermittlungen über die näheren Umstände dauern noch an.

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