Grün und nachhaltig ist die Gemeinde Morschen

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Bürgermeister Ingo Böhm vor dem Morschener Rathaus.

Morschens Bürgermeister Ingo Böhm äußerte sich im Gespräch mit den Heimat Nachrichten zum Haushalt, dem demographischen Wandel und der Elektromobilität.

Morschen. Ingo Böhm ist Bürgermeister von Morschen. Die HEIMAT NACHRICHTEN haben sich im Rathaus mit Böhm getroffen, um über die aktuelle Situation der Stadt zu sprechen.

Morschen wird elektrisch

Für 2018 steht neben einem E-Bus auch ein E-Golf für die Gemeinde bei den Anschaffungen auf der Liste. Diese können durch entsprechende Boxen dann auch am Rathaus geladen werden. „Die E-Fahrzeuge sind nur zwei Punkte, um weiter nach dem Motto ‘Grün, nachhaltig, zukunftsorientiert’ zu agieren“, erklärt Böhm und weiter, „im Zuge dessen wurde die Straßenbeleuchtung auch schon auf LED umgestellt.“ Zudem wurde der Server im Rathaus mit einer moderneren Variante ausgetauscht, der lediglich zehn Prozent des bisherigen Stromverbrauchs erzeugt.

Aber auch die Feuerwehr darf sich über eine Investition freuen: 80 digitale Empfänger, quasi moderne Pager, arbeiten schneller und bieten mehr Infos als ihre Vorgänger. Ein weiterer Pluspunkt: Jedes Mitglied der Feuerwehr kann über die Empfänger auch mitteilen, ob er sich zu dem Einsatz aufmacht. Die offizielle Übergabe folgt noch.

Finanzielle Lage

„Aktuell haben wir rund 19 Millionen Euro Schulden und ein Einnahmeproblem, da keine große Gewerbesteuereinnahmen vorliegen. Zuletzt haben wir die Grundsteuer erhöht und somit das erste Mal seit 2001 eine schwarze Null geschafft“, sagt Böhm stolz.

Auch der Haushalt für 2018 ist auf gutem Weg. Wenn die Gemeindevertretung am Donnerstag, 15. Februar, der Teilnahme an dem Programm Hessenkasse zustimmt, bekommt Morschen 7,4 Millionen Euro, um den Schulden entgegenzuwirken. Damit würde ein Großteil der Schulden sofort getilgt sein. Im Gegenzug zahlt Morschen pro Einwohner jährlich 25 Euro – und das 30 Jahre lang.

Demographischer Wandel

Derzeit leben in Morschen mehr über 70-Jährige als unter 18-Jährige, was zu einer zusätzlichen Herausforderung führt, doch Böhm hat viel Kraft, um Morschen präsenter zu verkaufen – nicht nur als Hochzeitsstandort durch das Kloster Haydau.

„Es macht mir noch immer viel Spaß und ich habe noch nie einen so abwechslungsreicheren Beruf ausgeübt. Es ist wahnsinning interessant“, berichtet Böhm mit einem Strahlen im Gesicht.

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