In Nachhaltigkeit investieren: Energiegenossenschaft Fulda-Eder stellt sich vor

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Ingo Lange (li.) und Christoph Dressler vom Vorstand der Energiegenossenschaft Fulda-Eder.

Dass auch Normalverdiener Geld anlegen und dabei gleichzeitig etwas für ein sauberes Klima und Umweltschutz tun können, zeigt die Energiegenossenschaft Fulda-Eder.

Schwalm-Eder. Wer glaubt, dass Geldanlagen nur etwas für gierige Finanzhaie sind, der irrt. Schon mit vergleichsweise geringem Kapital kann investiert werden – sogar für einen guten Zweck. Möglich macht’s die Energiegenossenschaft Fulda-Eder eG. „Bereits mit 100 Euro kann sich jeder bei uns einbringen und Anteile erwerben. Das ist der Sinn einer Bürgergenossenschaft: Jeder kann mitmachen, nur so können wir Mittel generieren“, klärt Christoph Dressler, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft, auf.

Doch was passiert dann mit dem Geld der Mitglieder? „Mit den finanziellen Mitteln wirken wir aktiv in der regionalen Energiewende mit“, so Dresslers Vorstandskollege Ingo Lange. So werden mit dem Geld von den aktuell 90 Mitgliedern der Genossenschaft bereits sechs Photovoltaik-Anlagen an Schulen in der Region wie etwa in Fritzlar, Gudensberg und Körle betrieben. „Unser Ziel ist es, weiterhin saubere Energien in der Region zu fördern und sinnvoll mit diesen umzugehen. Deshalb haben wir uns für die Photovoltaikanlagen an Schulen engagiert. Der Strom wird da erzeugt, wo er auch gebraucht wird“, betont Ingo Lange.

Etwas mehr als ein viertel Anteile hat die Energiegenossenschaft Fulda-Eder an einem der drei Windräder im Markwald bei Melsungen.

 Das neue Projekt der Energiegenossenschaft ist stolze 199 Meter hoch: Zu 25,1 Prozent hat sich die Genossenschaft an einem der Windräder im Markwald Beuerholz beteiligt. „Die Genossenschaft ist die einzige Möglichkeit für den einzelnen Bürger, sich an diesen Windrädern zu beteiligen“, sagt der Melsunger Christoph Dressler. Denn neben Nachhaltigkeit und Umweltschutz liegt der Genossenschaft auch das Regionale am Herzen: „Strom ist eine Grundlage für den Wohlstand in unserer Gesellschaft. Und wenn man sieht, dass er vor Ort produziert wird, dann ist das super“, sagt Ingo Lange. „Wir sehen noch viel Investitionspotential in der Region“, ergänzt Dressler.

Dabei sei ein maximal hoher Ertrag weniger wichtig: Wir sind nicht auf der Suche nach möglichst hohen Renditen – sondern machen das für die gute Sache“, wie die beiden Vorstände deutlich machen. „Unsere Mitglieder entscheiden über die Verwendung des Gewinns – ob dieser ausgezahlt oder in neue Projekte investiert wird“, so Lange. Auch können die Mitglieder Vorschläge einbringen, welche Projekte künftig mit Anteilen gefördert werden sollen. „Allerdings können nicht alle regenerativen Projekte gefördert werden. Es wird umsichtig mit dem Geld der Genossen umgegangen und wir sind eher für eine langsame Entwicklung. Eines nach dem anderen. Doch je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr können wir finanzieren“, erklärt Vorstand Ingo Lange abschließend.

EXTRA INFO

Am 5. Juni (Pfingstmontag) wird im Windpark Markwald Beuerholz ein Einweihungsfest des Parkbetreibers Vortex stattfinden, bei dem auch die Energiegenossenschaft vor Ort sein wird. Interessierte sind herzlich eingeladen und auch neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. Mehr Infos unter www.efe-eg.de

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