Auf Entdeckungstour im Themenpark „Kohle und Energie“

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Arbeitsplatz ohne Sonnenlicht: Bergmann Gerd Fassauer führt die Besucher durch die Borkener Unterwelt.

Am „Blauen Sonntag“ bot der Themenpark „Kohle und Energie“ zahlreiche Einblicke in die Borkener Bergbau-Vergangenheit.

Borken. Am "Blauen Sonntag" öffnen in Nordhessen alljährlich aktuell produzierende Betriebe ihre Pforten, aber vor allem ehemalige Produktionstätten geben einen Einblick in die industrielle Vergangenheit der Region. So auch die Bergbaustadt Borken, die an zwei Standorten die Geschichte der Braunkohleförderung sowohl über als auch unter Tage näher bringen möchte

.Jannis und Julian aus Edermünde-Besse waren mit ihren Eltern im Themenpark "Kohle und Energie" unterwegs. Auf dem weitläufigen Gelände gab es für die beiden Jungs viel Spannendes zu entdecken. Gemeinsam mit seinen Freunden hatte Julian erst kürzlich seinen Geburtstag auf dem Areal gefeiert, deshalb konnte er seiner Mutter alles erklären.

Im Kraftwerksgebäude staunten derweil der vierjährige Vincent und sein großer Bruder Freddy über den feuerspuckenden "Zyklon", den Heiko Frenzel für die jungen Besucher in Betrieb setzte. Während man beim Rundgang durch den sehenswerten Themenpark in der Augustsonne ins Schwitzen kam, empfahl sich im Bergbaumuseum das Tragen einer Jacke, denn unter Tage war es relativ kühl.

Mit einem "Glück auf" begrüßte Gerd Fassauer seine Gäste, dann führte er sie durch den dunklen Besucherstollen und brachte ihnen die schwere und mitunter gefährliche Arbeit der Bergmänner näher. Dabei lernten der elf­jährige Emil aus Homberg und seine große Schwester Paula unter anderem was ein "Hunt" ist, nämlich ein offener kastenförmiger Förderwagen, der von Hand bewegt wurde.

Mit zugehaltenen Ohren verfolgte die Gruppe die Maschinenvorführungen, die lautstark verdeutlichte, unter welchen akustischen Belastungen früher gearbeitet wurde."Man weiß nie, was hinter der nächsten Wand kommt", erzählte Bergmann Fassauer, "diese Maschine hier ist zweimal buchstäblich abgesoffen", wusste er über den sogenannten Schildausbau mit Schrämladereinsatz zu berichten. Als er den "Fuchs" in Gang setzte, schrillte ein lautes Warnsignal durch die Gänge, dann begann die Maschine mit lautem Kettengerassel ihre Arbeit.

Bevor Emil und die anderen Besucher wieder ans Tageslicht gelangten, wurde er kurzfristig zum Lokführer ernannt. Im Bedienstand der Einschienenbahn bekam er zu guter Letzt einen Eindruck vom Transportwesen im engen Stollengang.

Fotos: Köster

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