Europaministerin Puttrich zu Besuch in Christophorusschule in Bad Zwesten

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Anlässlich der diesjährigen Europawoche besuchte Europaministerin Lucia Puttrich die Schüler der Christophorusschule in Bad Zwesten-Oberurff.

Bad Zwesten-Oberurff. „Keine Bevölkerungsgruppe steht so klar zu Europa wie die Jugend. Deshalb liegt mir der Austausch mit jungen Menschen über Errungenschaften und Vorteile der Europäischen Gemeinschaft besonders am Herzen“, sagt Lucia Puttrich. Die hessische Europaministerin hat am Mittwoch anlässlich der diesjährigen Europawoche die Christophorusschule in Bad Zwesten besucht.

„Nationalisten und Rechtspopulisten sind in vielen Ländern Europas derzeit auf dem Vormarsch. Aber gerade am Wochenende haben die Franzosen mit der Wahl von Emmanuel Macron ein eindrucksvolles Zeichen für Europa gesetzt“, sagte Puttrich im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern. Die nutzen erneut die Gelegenheit, um mit der Ministerin über verschiedene Fragen der Europapolitik zu diskutieren. „In meinen Gesprächen merke ich immer wieder, dass es die großen europäischen Themen sind, die junge Menschen für Europa einnehmen: das Zusammenleben in Frieden, Freiheit und Wohlstand und die Möglichkeit, überall in Europa zu leben und zu arbeiten“, sagt die Europaministerin. Das seien Dinge, die viele Menschen inzwischen als selbstverständlich hinnähmen, die aber unmittelbar mit der Europäischen Union verbunden seien.

„Als vor 60 Jahren die Römischen Verträge unterschrieben wurden, ahnte niemand, welch großartige Gemeinschaft daraus entstehen würde. Trotzdem zweifeln heute viele Menschen an Europa. Diese Zweifel müssen wir ernst nehmen und reagieren. Die EU muss nach vorn schauen und sich weiterentwickeln. Daran müssen wir die Menschen beteiligen, denn Europa ist unser gemeinsames Projekt“, betont Puttrich. Sie war bei den Schülerinnen und Schülern dafür, sich aktiv für Europa einzusetzen und lobte die Bewegung „Pulse of Europe“, die in vielen Städten seit Monaten regelmäßig sonntags für Europa demonstriert.

Die Europaministerin hält das Weißbuch der EU-Kommission und die darin skizzierten Szenarien zur Zukunft Europas für eine gute Diskussionsgrundlage: „Für mich ist klar, dass es kein ,Weiter so‘ und auch keine Beschränkung auf den Binnenmarkt geben kann. Aber ich bin mir sicher, dass die meisten Menschen derzeit auch keine Vereinigten Staaten von Europa wollen.“ Die Europäische Union solle sich deshalb auf das konzentrieren, was sie besser könne als die Einzelstaaten.

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