Betrugsvorwürfe gegen DSDS-Kandidat: Hat Armando S. die Tuning-Besucher in Borken abkassiert?

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Ex-DSDS-Kandidat (Armando Sarowny) sorgt mit dubioser Sammelaktion bei Tuningtreffen in Borken für Wirbel

Im April war der Ex-DSDS-Kandidat Armando Sarowny für ein Tuning Event am Alten Kraftwerk in Borken gebucht, wo er mit einer Sammelaktion für Aufregung sorgte.

Borken. Das Alte Kraftwerkgelände in Borken wird mehrmals im Jahr zum Mekka für Tuning-Fans. Jungunternehmerin Mandy Ernst richtet dort regelmäßig Treffen für passionierte PS-Freunde aus. Dafür bucht sie Showacts oder prominente Gäste. Bei einer Veranstaltung im April wurde erstmals ein Kalender mit Teilnehmern und ihren PS-Boliden zusammengestellt. Die Fotos dafür sind während des Treffens auf dem ehemaligen Industriegelände entstanden.

Mit dabei war auch der ehemalige DSDS-Teilnehmer Sergej „Armando“ Sarowny, der als prominenter Gast gebucht wurde. Sarowny sollte sich zusammen mit seinem Team von „Expiria Night“ für den Fotokalender ablichten lassen. Nach dem Shooting erfuhr Ernst allerdings, dass Sarowny einige Teilnehmer um Geld gebeten hatte. Viele Autofreunde waren verärgert und beschwerten sich bei der Organisatorin. Doch die habe davon nichts gewusst.

Betroffene Teilnehmer wandten sich nach dem Treffen auf unterschiedlichen Wegen auch an unsere Zeitung. Das Ex-DSDS-Sternchen soll unter anderem Spenden (auch für kranke Kinder) und Gelder für die Bilder gesammelt beziehungsweise verlangt haben.

„Ohne Spende kein Foto“

„Der (Sarowny, Anm. d. Red.) klopfte bei jedem an die Scheibe, weil es an diesem Tag schon etwas frisch war und wir in unseren Autos saßen. Dann fragte er nach einer Spende für kranke Kinder“, berichtet uns ein Teilnehmer. Eine weitere Besucherin schildert eine ähnliche Erfahrung: „Da kam der Mann (Sarowny, Anm. d. Red.), der das wohl organisiert hat, auf uns zu und sagte, dass er für die Fotos eine Spende nimmt.“ Ein junges Model, das nicht zu „Expiria Night“ gehört, berichtete uns, dass der 26-Jährige bei den PS-Fans verschiedene Geldbeträge gefordert haben soll. „Armando hat die Teilnehmer wie am Fließband abgearbeitet und ich habe bei sieben oder acht Gruppen beobachtet, dass er Geld entgegennahm. Seine eigenen Models waren nicht gut drauf und unzufrieden mit den Bedingungen vor Ort“, so die 21-Jährige. Es herrschte nasskaltes Aprilwetter am Veranstaltungstag. „Eine von ihnen meinte dann sogar, dass sie mehr Geld dafür haben will, wenn sie schon frieren müsse“, erzählt sie weiter. „Zu einem Besucher sagte er auch, dass es ohne Spende kein Foto gebe.“

Ein weiterer Betroffener berichtet: „Ein Kerl (Sarowny, Anm. d. Red.) kam auf mich zu und sagte, dass sie kein großes Geld annehmen würden, nur eine kleine Spende. Und dass fünf oder zehn Euro mit einem Model ja nicht viel sei und ich ihm damit helfen würde. Daraufhin habe ich zehn Euro bezahlt. Er steckte das Geld in seine Hosentasche.“ Wie viel Geld bei dieser angeblichen Spendenaktion gesammelt wurde, weiß niemand. Auf unsere Nachfrage bekräftigte die Veranstalterin Mandy Ernst, dass das Shooting für die Teilnehmer kostenlos gewesen sei und sie auch nichts von einer Spendenaktion wusste. „Ich habe sogar eine Durchsage mit dem Megafon gemacht, damit die Besucher wissen, wo die Bilder gemacht werden und dass diese kostenlos seien “, erklärt die 26-Jährige.

Sarowny wollte sich auf mehrfache Nachfragen nicht konkret zu den Vorwürfen äußern. Er teilte uns lediglich schriftlich mit, dass er den Sachverhalt der Polizei melden und die Angelegenheit an seine Anwälte übergeben wolle. Ernst wird den Entertainer künftig nicht mehr für ihre Veranstaltungen buchen und den noch bestehenden Vertrag mit ihm kündigen, erklärte sie im Gespräch mit uns.

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